Das Moussaka

Moussaka © Brett Mulcahy - Fotolia.com

Moussaka © Brett Mulcahy - Fotolia.com

Das Moussaka, ein Auberginenauflauf mit Hackfleisch und Kartoffeln in Becchamelsoße, stellt wohl eines der bekanntesten Griechischen Gerichte auf den internationalen Speisekarten dar. 

Die Griechen kennen zwei Varianten, wie Moussaka zubereitet werden kann. In der ersten Variante wird das Gericht in kleineren Tonformen zubereitet. Dies bedeutet eine portionsweise Zubereitung, also auch einen höheren kochtechnischen Aufwand. Bei der zweiten Variante, kommt ein Backblech zum Einsatz, wodurch ein kuchenartiger Auflauf entsteht, der nachträglich in Stücke geschnitten wird. Vor allem bei der Zubereitung auf dem Backblech werden zu Moussaka auch Beilagen gereicht. Passend sind hier Pommes, Salat oder auch Reis.

Die traditionelle Fleischsorte, die für ein griechisches Moussaka genutzt wird, ist Lammfleisch. Da das Fleisch einen charakteristischen Eigengeschmack besitzt, welcher nicht auf Anhieb jedem Touristen schmeichelt, werden in diesen Regionen auch andere Fleischsorten benutzt. Es gibt deshalb auch Rind-Moussaka, Huhn-Moussaka, oder sogar Fisch und Vegetarisches-Moussaka. 

Ähnlich wie die italienische Lasagne besteht Moussaka aus mehreren Schichten, wovon die oberste Schicht eine Lage Bechamel-Soße darstellt, die durch die Hitze des Ofens fest gebacken wird.

Die Ingridenzien von Moussaka sind Hackfleisch, Zwiebeln, Tomaten, Auberginen und ein Schuss Olivenöl. Die Zubereitung variiert je nach Koch und so werden neben Kartoffeln auch Zuckini, Ei, Knoblauch, oder Käse und Paprika verwendet. Wichtiger Bestandteil von Moussaka ist die richtige Mischung der Gewürze. Oregano, Zucker, Zimt, Minze und Muskat müssen in der richtigen Mischung angewandt werden, um den typisch griechischen Geschmack zu erzeugen. 

In der echten Moussaka werden keine Fertigprodukte verwendet, dies bedeutet, dass auch die Bechamel-Soße selbst hergestellt wird. Für deren Zubereitung wird Milch, Butter, Ei, Mehl, Käse und Zitronensaft zu einer feinen, cremigen Soße verkocht. 

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Steuerhinterziehung in Griechenland

© Kautz15 - Fotolia.com

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Das Griechenland am Ende ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die möglichen Gründe dafür schon. Man rätselt noch immer, wie ein Land so dermaßen den Bach runtergehen konnte und das als Mitglied der EU, also vor den Augen einer Gemeinschaft, die immer für solide Verhältnisse stand. Eine potentielle Antwort auf diese Frage liefert der nun aufgedeckte Umstand, dass Steuerbetrug in Griechenland in unvorstellbarem Ausmaße praktiziert wurde und somit alarmierende Auswirkungen auf die Staatsfinanzen nehmen konnte. Wie sich herausgestellt hat, haben größere Unternehmen ganz gezielt mit Steuerfahndern zusammengearbeitet. Hierbei folgten sie dem Prinzip 40-40-20. Das bedeutet, dass sich die Steuerstrafgelder aufgeteilt haben. Der Steuersünder behält 40 Prozent ein, während er den Steuerfahnder mit 40 Prozent schmiert. Was dabei am Ende beim Finanzamt, also in der Staatskasse landet sind entsprechend 20 lausige Prozent. Somit kommt es zu 13 Milliarden Euro Verlusten jährlich, wie jetzt die ”Hellenic Foundation for European and Foreign Policy” ermitteln konnte. Nun sind natürlich alle Alarmglocken zum Klingeln gebracht und eine aufwendige Fahndung der Staatsanwaltschaft wird folgen. Der Schaden hingegen bleibt und es ist fraglich, ob man durch eine solche nachträgliche Strategie die enormen Einbussen auch nur einigermaßen zurückgewinnen kann. Es verwundert, dass so etwas überhaupt möglich war und dass die Kontrollsysteme nicht auf derartige Machenschaften regieren konnten. Nun bedarf es einer neuen Reform, die zu entwickeln allerdings auch seine Schwierigkeiten mit sich bringen wird. Leider ist Griechenland wie die Vergangenheit gezeigt hat, recht schwach im Reformieren. 

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Verschlimmerung der Krise befürchtet

Im September diesen Jahres wurde Horst Reichenbach als Leiter der Task Force Griechenland, einem 30-köpfigen Krisenstab, nach Athen berufen. Die Task Force hat die Aufgabe, die Hellenen bei Anträgen auf dem Land zustehende EU-Fördergelder sowie bei der Modernisierung der Verwaltung zu unterstützen. Das Ziel ist, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung in Griechenland zu fördern. Die Task Force hat aber nichts mit der “Troika”-Mission zu tun, die in Griechenland die Umsetzung der vereinbarten Sparmaßnahmen überprüfen muss.

Nach Ansicht von Horst Reichenbach, Chef der Task-Force Griechenland ist die Talsohle der Krise in Griechenland noch nicht erreicht und die Lage wird sich noch verschlimmern. Denn die Vorausschätzungen der EU-Kommission für die Wirtschaftsentwicklung besagen auch für 2012 kein Wachstum. Außerdem ist der Standort Griechenland derzeit mit vielen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Die nächste wichtige Aufgabe der Task-Force ist daher, das unternehmerische Umfeld im Land zu verbessern. Denn gute Investoren gehen nur dann in das Land, wenn die Werte zwar niedrig sind, aber nicht, wenn erwartet wird, dass diese noch weiter runter gehe werden.

Nach Reichenbachs Aussagen kamen die Rettungsversuche für Griechenland viel zu spät und waren sehr zögerlich. Diese Fehler kommen aber daher, dass man mit einer solchen Krise noch keine Erfahrung hatte. Auch die besten Wirtschafts- und Finanzexperten haben für solche Situationen kein Patentrezept.

Im Moment wird der Sparplan für Griechenland angetrieben. Die EU hatte weitere Hilfskredite für Griechenland von einer schriftlichen Zusage der Athener Regierung und der Chef der beiden großen Parteien des Landes zur Fortsetzung des Sparkurses abhängig gemacht. Dadurch wollen die öffentlichen Gläubiger Griechenlands sicherstellen, dass der Sparkurs auch nach dem Ende der Übergangsregierung von Lukas Papademos fortgesetzt wird.

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Hauskauf in Griechenland

Griechenland © Yurok Aleksandrovich - Fotolia.com

Griechenland © Yurok Aleksandrovich - Fotolia.com

Derzeit kommt Griechenland in den Medien und der öffentlichen Wahrnehmung nicht wirklich gut weg: Doch das Land ist gleichzeitig immer noch Heimat vieler Götter und Geburtsstätte der europäischen Zivilisation. Griechenland ist reich an Tradition, Geschichte und Kultur – und wunderschön. Viele Menschen träumen davon, sich einmal am Mittelmeer einen Alterswohnsitz zu gönnen. Oder aber sich ein eigenes Ferienhaus unter der griechischen Sonne und dem traumhaft blauen Himmel zu gönnen.

Das Ganze muss nicht nur ein Traum bleiben: Denn gerade in den letzten Jahren haben sich Haus- und Grundstücksbesitze in Griechenland als exzellente Investitionsmöglichkeiten bewährt. Besonders effizient ist ein Kauf auf den beliebten Urlaubsinseln Kreta, Korfu, Rhodos und am Peloponnes.

Ganz grundsätzlich kann man dabei zwischen vier verschiedenen Immobilien-Typen unterschieden: Ferienhäuser, die sowohl selbst genutzt als auch weiter vermietet werden können. Auch ohne eine Weitervermietung ist damit Gewinn zu erzielen, so lange jedenfalls der Grundstückswert weiterhin schneller als die Inflationsrate steigt. Ähnlich einem Ferienhaus verhält sich der Kauf einer Immobilie als Wohnsitz. Die kommerzielle Nutzung als Gästehaus oder Büroraum ist die dritte Möglichkeit, schließlich gibt es auch Käufer, die lediglich an einer Kapitalinvestition und Renditen interessiert sind.

Hat man sich für sein Kaufobjekt günstig Geld geliehen, so steht einer Zukunft am Mittelmeer nicht mehr viel im Wege. Dennoch ist es wichtig, das Projekt Immobilienkauf langfristig zu planen. Auszahlen tut sich ein solch kostspieliges Projekt nämlich frühestens ab zehn Jahren. Das Kaufen von Immobilien im Ausland kann eine ausgezeichnete Möglichkeit sein, langfristig Geld anzulegen und zu verdienen und nebenbei auch noch mehr als ein paar Scheine davon zu haben – nämlich etwa die Möglichkeit, jederzeit im eigenen Ferienhaus in Griechenland an einem der 300 Sonnentage im Jahr zu faulenzen. Auf der anderen Seite ist so ein Projekt auch ein großes Risiko – nicht, dass man unüberlegt kauft und sich am Ende die Finger verbrennt!

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Banken suchen Schutz vor Griechenland-Pleite

Quelle: Flickr/mueritz

Quelle: Flickr/mueritz

Die Schulden von Griechenland rollen wie eine Lawine über das vereinte Europa. Es scheint, als hänge das Schicksal des finanziellen Situation der EU an einem seidenen Faden – der in Griechenland geknüpft wurde. Verzweifelt suchen die Chefs der Euroländer nun nach Möglichkeiten, die Banken zu retten. Denn diese sind von den Folgen einer Pleite am meisten bedroht. Bricht jedoch nur eine europäische Bank zusammen, so gerät das gesamte System ins Wanken.

In den vergangenen Wochen und Tagen meldeten sich diverse Spitzenpolitiker Europas zu Wort. Jeder gab kund, was er zur Rettung von Europas Banken raten könne. So plädierte Jose Manuel Barroso, der EU-Kommissionspräsident, für eine erhebliche Kapitalstärkung der Banken. Außerdem machte er sich für eine zeitnahe Hilfe für Griechenlands Staatshaushalt stark. Auch Bundesfinanzminister Schäuble gestand, dass Griechenlands Schulden mittlerweile nicht mehr von der Union tragfähig seien. Er betonte, dass ein dringender Schuldenabbau notwendig sei, um die Haushaltslage der Gemeinschaft einigermaßen stabil zu halten.

Sogar von einem „Schuldenschnitt“ war nun die Rede. Dass diese Lösung wirklich der allerletzte Ausweg sei, ist den Politikern bewusst. Allerdings wird die Lage von Tag zu Tag schlechter. Handeln ist also gefragt. Griechenlands Ministerpräsident Papandreou sagte aus, dass Verhandlungen mit möglichen Schuldenpartnern in alle Richtungen laufen würden. Er bestätigte, dass auch er einen Schuldenschnitt als letzten Ausweg ansehe.

Zunächst sollen jedoch erst einmal private Gläubiger Einschnitte hinnehmen. Ob später auch staatliche Schuldeneigner dazukommen, ist noch unklar. Das kürzlich vereinbarte Rettungspaket würde jedoch zur Folge haben, dass die griechischen Staatsanleihen einen Abschlag von bis zu 40 Prozent verbuchen müssten. Inzwischen wird auch diskutiert, wie hoch der Anleihensatz überhaupt sein soll. Mittlerweile scheint es, als seien die bisher geforderten 50 Milliarden Euro zu wenig.

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Aufruhr in Thessaloniki

In Thessaloniki, Foto von Visit Greece/flickr.com

In Thessaloniki, Foto von Visit Greece/flickr.com

Der Aufruhr in Thessaloniki, Griechenland ist noch längst nicht ausgestanden.  Die Polizei geht in der griechischen Hauptstadt massiv gegen Bewaffnete vor,welche gegen das Sparpaket der griechischen Regierung protestieren wollten.

Es gab Dutzende Festnahmen,bei der Demo, an der rund 25.000 Menschen teilnahmen. Anlass der Demo war zudem eine Rede des Ministerpräsidenten Georgios Papandreou,welcher in der Hauptstadt eine Rede zur Wirtschaftslage des Landes hielt.

Zu den Organisatoren der Protestmärsche gehörten unter anderem griechische Gewerkschaften,Taxifahrer,Studenten und Fußballfans. Das Motto der Demo stand unter dem Spruch: ” Wir haben nichts, wir zahlen nichts, wir verkaufen nichts, wir haben keine Angst.”

Zum Abend hin spitzten sich Proteste zu und Autonome und Vermummte mischten sich unter die friedlichen Demonstranten, wobei es zu übergriffen auf Polizeibeamte mit Steinen,Feuerwerkskörpern und weiteren Gegenständen kam. Mehr als 60 Personen wurden festgenommen und die Polizei musste mit Tränengas gegen viele Demonstranten vorgehen.

Der Ministerpräsident hält hingegen an seiner Sparpolitik fest und sagte, das entsprechende Reformen vorangetrieben werden müssen, um das Land vor dem Bankrott zu retten. Dies versprach er auch den anderen Euroländern, welche in den letzten Tagen mit heftiger Kritik auf die schleppenden Sparversuche Athens reagierten.

Ganz Griechenland leidet unter den Finanzproblemen. Einen Vorteil hat dies allerdings für Geschäftsleute. Die Immobilienpreise gehen auch in den Keller und somit kann man sich mit ein  paar Tipps für Immobilien vielleicht ein Schnäppchen in Griechenland sichern.

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Wie steht es um Griechenlands Wirtschaft?

Griechenland, Foto von Kelvyn Ornette Sol Marte/flickr.com

Griechenland, Foto von Kelvyn Ornette Sol Marte/flickr.com

Lange war es ein Tabu, über eine mögliche Insolvenz des hoch verschuldeten EU-Mitgliedsstaates Griechenland zu sprechen und über seinen möglichen Rausschmiss aus dem Staatenverbund. Doch spätestens seit Wirtschaftsminister Philipp Rösler öffentlich ein Bankrott Griechenlands durchspielte, gab es in der politischen Berichterstattung kaum ein anders Thema mehr. Dabei ist das Thema nach wie vor mehr als heikel. Denn Experten rechnen damit, dass ein Bankrott Griechenlands die gesamte Euro-Zone gefährdet. Spekulanten würden sich dann auf andere verschuldete Mitglieder wie Portugal, Spanien oder Irland konzentrieren, der nächste Bankrott und oder Rausschmiss wäre damit vorprogrammiert. Auch deutsche und französische Banken wären von einer Insolvenz Griechenlands massiv betroffen, da viele griechische Staatsanleihen in ihrem Besitz sind.

Schuld an der öffentlichen Diskussionen ist hauptsächlich Griechenland selbst. Nur schleppend setzt die Regierung in Athen die Vorgaben der EU zum Geldsparen um, positive Resultate lassen sich kaum feststellen. Durch Einsparungen und drastische Sparmaßnahmen sollte eigentlich der Griechische Haushalt saniert werden – doch de facto stürzen diese Maßnahmen die ohnehin schwache griechische Wirtschaft noch tiefer in die Krise. Wo kein Geld mehr ausgegeben wird und die Wirtschaft nicht wächst, da schwächeln auch die Steuereinnahmen und damit auch der Haushalt.

Die beteiligten Geldgeber aus der EU hoffen, die Gefahr eines Bankrotts Griechenlands und der weiteren möglichen Folgen durch eine Ausweitung des Rettungsschirms EFSF in den Griff zu bekommen. Die Ausweitung sieht vor, dass auch Anleihen hilfsbedürftiger Staaten erworben werden, um Zinsen zu drücken, Risikoaufschläge für die Staatsanleihen zu senken und damit die Märkte zu beruhigen. Außerdem können nach der Reform auch potentiell gefährdete Länder vor Ausbruch einer Finanzkrise Kredite erhalten – Geld, das auch zur Stärkung des Bankensektors benutzt werden könnte.

Ob diese Maßnahmen reichen, bleibt natürlich unklar, genau wie die Frage, ob Griechenland insolvent geht, den Euro gegen ihre alte Währung, die Drachme, eintauscht oder doch alles beim Alten bleibt. Sollten die Maßnahmen nicht reichen, wird es jedenfalls spannend auf Europas Finanzmarkt.

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Peloponnes

Peloponnes, Quelle: Bildpixel / pixelio.de

Die Halbinsel Peloponnes liegt im Süden Griechenlands und zählt etwa eine Millionen Bewohner. Der Name Peloponnes geht auf die Griechische Mythologie zurück. Pelops ist ein Sohn des sagenhaften Königs Tantalos. Dieser frevelte gegen die Götter und zog damit einen Fluch auf sein Haus. Um die Götter zu beruhigen, opferte er seinen Sohn Pelops. Die Götter aber erkannten, dass es sich bei dem Mahl um einen Knaben handelte. Auf Zeus’ Befehl hin setzten sie den Jungen wieder zusammen und erweckten ihn zum Leben. Sein Vater wurde in die Unterwelt verbannt. Der zweite Teil des Inselnamens Peloponnes geht auf das Griechische Wort für Insel zurück. Im Deutschen hat sich kein eindeutiges Geschlecht für die Insel durchgesetzt, korrekt ist die Peloponnes.

Von der tragischen Mythologie lässt sich auf der Halbinsel aber heute nichts mehr erspüren. Es ist das am weitesten ins Mittelmeer hineinragende Griechische Gebiet. Im Osten grenzt die Halbinsel an das Ägäische Meer, im Westen ans Ionische Meer. Vom Festland lässt sich Peloponnes über eine Landenge erreichen, den Isthmos von Korinth. 1893 wurde dort ein künstlicher Kanal angelegt, um Seefahrern das Umsegeln der Halbinsel und damit hunderte von Seemeilen zu ersparen. 2004 wurde der Bau der längsten Hängebrücke Europas fertiggestellt, der 2,2 km langen Rio-Adirio-Hängebrücke. Wer es lieber rustikal mag, segelt mit einer der vielen „Pantoffelfähren“ auf die Insel.

Landschaftlich ist die Halbinsel zerklüftet und wild. Vor allem in der Mitte der Insel, dem Gebiet Arkadien, gibt es schwer zugängliche Gebirge mit vielen Seen. Die Gebirge reichen bis zu 2.400 Meter in die Höhe, die dazwischen liegenden Täler sind sehr fruchtbar und voll mit Feldern. Sehenswert ist die Franchthi-Höhle, der älteste Platz Griechenlands, an dem prähistorische Funde gemacht wurden. Der ursprüngliche Austragungsort der Olympischen Spiele findet sich ebenfalls auf der Insel. Von dort wird auch die Flamme zu allen olympischen Spielen entstand. Auch Sparta liegt auf der Insel, dessen spannende Geschichte auch Inspiration für den berühmten Kinofilm “300″ war.

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Griechenlands Finanzpolitik mit Finnland

Griechenland Finanzpolitik, Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Neue Streitereien wegen den Hilfskrediten für Griechenland sind zwischen Finnland und übrigen EU-Staaten ausgebrochen. Griechenland und Finnland hatten nämlich eine Sondervereinbarung getroffen. Diese Vereinbarung sieht vor, die finnischen Anteile am Hilfspaket durch Hinterlegung von Bargeld seitens der griechischen Regierung abzusichern. Konkret bedeutet das, dass die Griechen einen Teil des finnischen Beitrags wieder zurück nach Finnland überweisen sollen, damit die Griechen dieses Geld dann als Pfand in sichere Staatsanleihen anlegen können. Dabei beruft sich die finnische Regierung auf eine EU-Klausel, die besagt, dass jedes Mitgliedsland selbst für seine Schulden und Verpflichtungen verantwortlich ist.

Die Partnerländer der Eurozone wollen diesem finnischen Sonderweg nicht zustimmen. Besonders die Regierung von Österreich, der Niederlande, Sloweniens und der Slowakei fühlen sich ungerecht behandelt. Sie können nicht verstehen, warum Finnland mit seinem Sonderweg bevorzugt werden sollte. Auch die deutsche Regierung hat darauf hingewiesen, dass sie die EU-Klausel, auf die sich Finnland bezieht, anders versteht und nicht bereit ist, die Sonderregelung der Finnen mitzutragen.

Nun heißt es wieder Bangen um die Verabschiedung des Hilfspaktes. Kann sich Finnland nicht mit den übrigen Unterstützern einigen, droht eine Ablehnung der Hilfskredite seitens der Finnen. Das Anliegen hinter der Sondervereinbarung ist ja solide und nachvollziehbar – nämlich sich sicher sein zu können, dass das Geld auch wieder zurück kommt und nicht zum Geschenk an die Griechen wird. Dieser Wunsch nach Absicherung ist aber wohl nicht nur bei den Finnen zu finden, sondern bei allen EU-Mitgliedsstaaten, die deswegen eben auch gleich behandelt werden wollen.

Auch in Deutschland ist die Verabschiedung des Hilfpakets alles andere als eine sichere Sache. Am fünften September tagt der Bundestag über die Ausweitung des Rettungsfonds, bis zum 23. September sollen diese Gespräche abgeschlossen sein. Der Staatssekretär von Wirtschaftsminister Rösler ist derzeit in Athen und bespricht mit dem griechischen Wirtschaftsamt Details des Plans zur Rettung Griechenlands. Rösler selbst wird im Oktober in Athen sein.

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Urlaub auf der geschichtsträchtigen Insel Kos

Insel Kos (Quelle: Nachtaktyves)

Insel Kos (Quelle: Nachtaktyves)

Seit die Griechen in einer Krise stecken, hat sich in dem Land einiges geändert. Die südländische Gelassenheit soll nun einem strikten Sparpaket weiche, denn das Land der Götter und Mythen ist pleite.

Deshalb müssen Einnahmen her. Vor allem aus der Tourismusbranche beziehen die Griechen des Großteil ihres Bruttoinlandsproduktes. Während in der Hauptstadt weiterhin Unruhen toben, werben die Inselbewohner mit idyllischen Landschaften, einer interessanten Geschichte und vor allem auch kulinarischen Spezialitäten, um Besucher zu locken.

Als bekannt wurde, dass Griechenland das Fallbeil Europas ist, blieben diese nämlich zunächst aus. Die Angst vor politischen Unruhen schreckte die Touristen ab. Inzwischen hat sich diese Sorge jedoch gelegt. Gegenden wie Athen haben dennoch an ihrem schlechten Ruf zu knabbern.

Auf der Insel Kos geht es jedoch her wie eh und je. Kein Wölkchen trübt den strahlend blauen Himmel, die Wellen rauschen weiterhin am Strand und die Urlauber genießen die sonnigen Tage.

Dabei weiß keiner, dass die Kellner, die ihren Kaffee servieren, unter den harten Sparmaßnahmen leiden. Diese verstecken ihre Sorgen jedoch unter einem tapferen Lächeln. Das ist nicht leicht, denn oft bekommen die Griechen von den Touristen Sprüche wie „Trinkgeld brauchen wir doch nicht zu geben, wir werfen euch doch sowieso schon Geld hinterher!“ zu hören.

Gerade in Zeiten der Krise ist den meisten bewusst geworden, wie wichtig der Tourismus ist. Deshalb schmieren sie den Urlaubern aus Deutschland, Frankreich, Belgien und England Honig um’s Maul, locken mit günstigen Hotelpreisen und Top-Services.

Kos gilt als eine der beliebtesten Touristeninseln Griechenlands. Ungeschlagener Touri-Magnet ist immer noch Rhodos. Hier beziehen die Menschen zwei Drittel aller Einnahmen aus der Dienstleistungsbranche.

Rhodos profitiert vor allem von seiner Geschichte, Kos hingegen von der geografischen Lage.

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