Chios

Die Insel des Homer und des Mastix
Chios ist hässlich, wenn man in der Inselhauptstadt mit dem Schiff ankommt. Alles sieht sehr betriebsam aus. Touristen scheinen total uninteressant zu sein. Man kommt in eine lebendige, betriebsame griechische Stadt, die anderes zu tun hat, als sich mit Fremden zu beschäftigen.

Was soll man also tun ? Der Busbahnhof ist nicht weit vom Hafen, und von dort kann man zahlreiche Ziele erreichen. Die meisten Leute fahren nach Süden - nach Kambos oder Kerfa. Letzteres ist eine Retortenstadt mit Hotels, Souvenirläden, Tavernen und einem Sandstrand. Trotzdem gibt es dort oberhalb des Ortes eine besonders schöne Unterkunft in einem ehemaligen Kloster, dessen jetziger Besitzer die Mönchzellen und -häuschen zu netten Wohnquartieren umgebaut hat.

Wer sich nicht an grünem Tee und vegetarischem Frühstück stört, der kann dort gut leben. (Man kann natürlich auch woanders konventionell seinen Morgenkaffee nehmen)

Anreise :

Mit dem Flugzeug : Täglich mehrmals mit Olympic Airways - im Sommer auch von
Deutschland per Charter.

Mit dem Schiff : Täglich - meist abends mit komfortablen Schiffen von Piräus, die weiter nach Lesbos fahren. Klicken Sie hier auf Fahrplan.für weitere Infos

Information :
Alles über die Insel gibt es auch im Internet über die Homepage von Chiios

 

 

Da die Insel recht groß ist, lohnt sich schon das Anmieten eines Autos oder Motorrads. Die Hauptziele liegen westlich der Hauptstadt und sind zunächst die Mastix-Dörfer. Hier wachesen etwa 2 Millionen Mastikbäume. Der strauchartige Baum ist immergrün und aus seinem Harz wird ein Bindemittel gewonnen. Weitere Erzeignisse ist ein Lackzusatz und - Kaugummi.

Verkehr :

Es gibt ein verzweigtes Busnetz. Am Busbahnhof in Chios-Stadt gibt es einen Pavillon, wo man die Busfahrkarten kaufen kann. Dort hält man auch einen Fahrplan bereit. Zu beachten ist, dass sonntags der Busverkehr fast völlig zum Erliegen kommt.

Dies ist der Hauptplatz des Ortes Kardamylia im Norden der Insel. Hier geht es noch sehr geruhsam zu. Die Landschaft ist lieblich, und es gibt schöne Obstgärten. 

Oberhalb des Ortes findet man ein verlassenes Dorf aus dem Mittelalter.

Man kann hier einige Privatzimmer finden, und es gibt auch zwei einfache Tavernen. Der Bus fährt werktags (nicht immer täglich) von und nach Chios-Stadt.

 

Eines der wichtigsten Ziele und die Hauptsehenswürdigkeit der Insel ist jedoch das Kloster "Nea Moni". Hierhin fahren täglich Ausflugsbusse - aber es gibt auch den Linienverkehr mit Bussen aus Chios-Stadt

Das Kloster wurde Mitte des 11.Jh in einer fruchtbaren Talmulde errichtet. Durch den hier gezeigten Eingang erreicht man einen Raum, in dem sich zahlreiche Vitrinen mit Totenschädeln befinden. Sie stammen von dem schlimmen Massaker von 1822 aus türkischer Besatzungs-
zeit, das in aller Welt schon damals helle Empörung auslöste. 

Berühmt ist das Gemälde von Eugene Delacroix :
"Das Massaker von Chios", das man betrachten kann, wenn man diese Webseite ansieht.

Zum Schluss noch ein Ausflug in den Süden. Dort gibt es den "Kambos". Dies ist eine etwa 2 km breite und 10 km lange Ebene, an deren Nordseite auch der Inselflughafen liegt. In früheren Zeiten wurde die die Ebene landwirtschaftlich genutzt, da es reichlich Grundwasser 
gab. Heute zeugen davon noch die Wasser-
schaufelräder, die man in den Patrizierhäusern dieses Gebietes findet.

In einigen Häusern kann man wohnen, und es gibt auch ein recht stilvolles - daher auch teures Hotel, das in einem restaurierten Herrschaftshaus untergebracht ist - das Hotel Perivoli, Odos Argent 9-11, Kambos/Chios Tel.030-271-31513

 

 

Reiseführer : Sehr zu empfehlen ist der DuMont-Führer von Klaus Bötig, der viele weitere Karten und von ihm erfahrene Tipps und Anregungen enthält

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Letzte Aktualisierung : Oktober 1999 Copyright © 1999 All rights reserved