Donoussa


Die Quelle von Mersini

Kleine Insel der Erimonisia
Diese Insel ist Teil der so genannten "Kleinen Kykladen", die zwischen Naxos und Amorgos zu finden sind. Donoussa ist die am weitesten östlich gelegene und dadurch auch oft den starken Meltemi-Winden ausgesetzt.

Die Landschaft ist karg (wie oft auf den Kykladen), aber es gibt trotz allem herrliche Ausblicke und einige schöne Sandbuchten..

Die meisten Leute der etwa 120 Einwohner wohnen im Hauptort Agios Stavros, wo auch die Fähren anlegen. Nur dort kann man üblicherweise auch Unterkunft finden. Es gibt noch drei weitere kleine Dörfer, wobei Kalotaritissa im Norden mit etwa 20 Einwohnern das schönste ist. In Mersini mit etwa 15 ständigen Bewohnern befindet sich eine der ergiebigsten Quellen der Kykladen, so dass ein Besuch dort einen in einen kleinen Garten Eden entführt.

Autos gibt es wenige und touristische Einrichtungen sind eher die Ausnahme. Es gibt zwar ein Kartentelefon - nur leider (im Juni 2003) keine Telefonkarten. Auch ein Bankautomat ist nicht vorhanden, und die Post ist ebenfalls nur für Briefmarken zuständig.

Wer es also ursprünglich liebt und auf einigen Komfort verzichten kann, und seine Beine noch zum Laufen animieren kann, der sollte hier einige Zeit verbringen.

Anreise :

Mit dem Flugzeug : Mehrmals täglich mit Olympic Airways  nach Naxos und dann weiter per Schiff

Mit dem Schiff : Es gibt vor allem die Verbindung mit der Express Skopelitis. Diese relativ kleine Autofähre startet täglich außer sonntags in Amorgos und fährt sämtliche kleine Ostkykladeninseln an bis Naxos. Mittags (12:30 oder ca. 15 Uhr) geht es dann wieder über die entsprechenden Inseln zurück. Etwa jeden zweiten Tag fährt auch eine Großfähre von oder nach Amorgos bzw. nach Piräus. Tickets im Büro neben Nikitas.

Klicken Sie hier auf Fahrplan.für weitere Infos


Dorfkirche von Agios Stavros

Verkehr :

Fehlanzeige - Es gibt nur vielleicht mal einen Auto-Stopp falls mal ein Autofahrer mit müden Wanderern auf der Staubpiste Mitleid hat. Leider oder Gott sei dank kommt kaum eines. Die vorhandenen Verkehrswege sind ohnehin bescheiden. Asphaltierte Straßen gibt es nicht.

Im wesentlichen führt eine Erdstraße vom Hafen um Agios Stavros herum an der Ostküste nordwärts an den Weilern Messaria und Mersini vorbei nach Kalotarritissa.

Eine weitere führt in der Inselmitte westlich des höchsten Inselberges (Pappas) bis zu einem Bergsattel. Dort endet sie und ist damit eigentlich ohne Bedeutung.


Abendstimmung in Agios Stavros

Unterkunft und Essen
Wenn Schiffe ankommen, so finden sich die Vermieter am Hafen ein. Da es kein Hotel gibt, ist es sicher empfehlenswert, sich diesen Angeboten nicht zu verschließen. Wir wohnten auf der gegenüberliegenden Seite des Ortsstrandes in den Zimmern der Taverne To Iliovasilema. Sie sind einfach ausgestattet, haben aber Dusche, WC und einen Kühlschrank. Auch ist eine kleine Grundausstattung an Geschirr für das Frühstück und ein Propangasbrenner vorhanden.

Fünf Tavernen gibt es. Allerdings ist das in Reiseführern sehr empfohlene "Meltemi" erst ab Juli geöffnet. Urig geht es bei Nikitas zu. Das ist das Urgestein der Insel - Taverne und Lebensmittel-Laden in einem. Seine Frau kocht nur wenige Gerichte - aber die sind dann auch besonders zu empfehlen. Nikitas verwaltet die Kasse.

Oberhalb gibt es noch eine Ouzerie, die ebenfalls zum Essen einlädt und eine schöne Terrasse hat. Hinter dem Ortsstrand findet sich die Taverne von Spiros Skopelitis. Last not least "To Iliovasilema" mit herrlichem Sonnenuntergang (ab Anfang Juni geöffnet).

  

 

Die prächtige Dorfkirche von Agios Stavros ist das schönste Gebäude des Ortes. Leider ist sie, wie jetzt fast immer in Griechenland, meist verschlossen. Die Erimonisia-Inseln wurden nach der Türkenherrschaft weitgehend von ihren Bewohnern verlassen. Erst im 19. Jahrhundert wurden sie auf Veranlassung der Mönche des Klosters Chosowiotissa aus Amorgos wieder besiedelt. Diese Kirche wurde daher zum Sitz eines Pappas, der vom Kloster entsandt wurde.

Ziele auf der Insel :

Die Reiseführer beschreiben meist eine Inselwanderung, die sämtliche Ziele in einer eintägigen Wanderung umfasst. Ich möchte eher empfehlen, dies in zwei Touren zu machen. Leider hat die bereits erwähnte Staubpiste an der Ostküste die alten Wege meist total zerstört, so dass insbesondere die Strecke zwischen  Mersini und Kalotaritissa vollkommen uninteressant geworden ist.

Ich empfehle einen Weg nach Kalotaritissa von Agios Stavros aus beginnend an der Kirche. Dort beginnt rechts ein Weg, der auch nach dem Ortsausgang ein entsprechenden Wegweiser nach diesem Ort anzeigt. Alternativ kann man auch an der OTE-Station vorbei den Ort verlassen. Nach einiger Zeit überquert man die Erdstraße zum Hafen und muss nun rechts von einem Haus mit renovierter Windmühle den alten Eselspfad nach Norden finden. Auf gepflastertem Weg geht es stetig langsam bergauf. Das Tal verengt sich zusehends und man überquert letztlich nach rechts ein im Sommer trockenes kleines Flussbett. Nun ist man an der neuen Erdstrasse herangekommen, die es nun zu erklimmen gilt. In einigen Kehren mit schönen Ausblicken nach links zum Meer geht es hinauf zu einem Sattel wo die Straße endet. Einige Meter vorher steigt man nach rechts hinab zu dem wieder sichtbaren alten Monopadi und erreicht in einigen Serpentinen unten am Meer den nördlichsten Ort der Insel. Im Juli/August soll dort eine kleine Taverne (in der Nähe des Friedhofes) geöffnet haben. Außerdem findet sich dort ein schöner Sandstrand. Dort sollte vor Jahren eine moderne Ferienanlage entstehen. Dies war auch der Grund für den Straßenbau. Im Juni 2003 war es nur eine schöne einsame Badebucht.
In der Hauptsaison sollen von Agios Stavros auch Ausflugsboote dorthin fahren.
Der Rückweg kann über die Erdstrasse nach Mersini erfolgen. Dies ist aber sehr stressig, heiß and wenig empfehlenswert.

 

Die zweite Wanderung führt aus dem Ort Agios Stavros über den Ortsstrand hinauf zur Panagia-Kirche und dann zum Strand Ormos Kentros. Dort gibt es eine neue Taverne, und es ist freies Zelten erlaubt.

Von dort muss man leider wieder in Serpentinen die Erdstraße benutzen, da die alten Wege weitgehend zerstört sind. Über den kleinen Weiler Messaria gelangt man dann nach Mersini (vor dem Ort rechts die Erdstraße verlassen). In der Mitte des Ortes findet sich ein Haus mit mehreren hektisch bellenden Hunden. Hier geht es nach unten vorbei an einer alten deutschen Seemine in einigen Windungen zu der oben erwähnten Quelle.
Wer möchte, kann von dort in halber Höhe weiter zum Sandstrand Livadi wandern. (keine Taverne oder sonstige Einrichtungen) 

Reiseführer und Informationen

Es gab vor einiger Zeit im Michael Müller Verlag einen sehr informativen Führer über Amorgos und die kleinen Ostkykladen. Soweit bekannt, ist er derzeit vergriffen. Ganz neu erschien 2003 ein Wanderführer über Naxos und die kleinen Kykladen in der Edition Graf von Christian Ucke und Dieter Graf. Er enthält leider nur die Insel-umrundung und lohnt deswegen den Kauf sicher nicht.
Im Jahre 1995 (daher leider nicht mehr ganz aktuell) erschien im Poseidon-Verlag,73095 Albershausen eine Broschüre von Erich Hänßler über Donoussa (33 Seiten) - sehr liebevoll gemacht. Wer Interesse hat, und das Büchlein nicht direkt erwerben möchte, sollte kurz an den Webmaster dieser Seite mailen. Der entsprechende Kontakt wird dann hergestellt. Ein Führer in griechischer Sprache erschien 1996 in Athen von Margarita Vrettpou Souli. Er sollte - wenn überhaupt noch lieferbar nur in Griechenland zu erwerben sein.

Vom M.Müller-Verlag gibt es mittlerweile in einer Neuauflage 2003 den Führer "Kykladen". Leider wird trotz des Hinweises, dass der Inhalt völlig überarbeitet sei, nicht auf die in dieser Seite beschriebenen Änderungen im Straßennetz eingegangen. Noch immer wird behauptet, dass man die Inselumrundung auf alten Eselspfaden machen kann., was leider seit fast zwei Jahren  nicht mehr stimmt. 

Alles über die Insel mit vielen Details findet man auf der Seite von Stavros und seiner Donoussa-Seite

Hier rechts noch einmal ein Bild von Agios Stavros. Hier ist es der Blick von den Privatzimmern der Taverne "Il Iliovasinema" (Der Sonnenuntergang). Etwa in der Mitte unten links befindet sich die Taverne von Nikita und weiter links durch den Baum verdeckt ist der Anleger der Fährschiffe zu finden.

 

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Letzte Aktualisierung : 26.Sept. 2005 -  Copyright © 2005 All rights reserved