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Anreise :
Da ein Auto unbedingt notwendig ist, um auch
nur ein Teil der interessanten Ziele zu erreichen, gibt es im
wesentlichen nur zwei Möglichkeiten. Entweder fährt man über
Italien mit dem eigenen Wagen und dem Fährschiff von Venedig,
Ancona, Bari oder Brindisi nach Igoumenitsa oder man fliegt mit
Charter nach Korfu und setzt mit einer lokalen Fähre zum
Festland über, um dort einen Leihwagen zu mieten. Linienflüge
gehen über Athen oder Thessaloniki mit Umsteigen nach Ioannina
oder Preveza.
Das örtliche Busnetz ist zwar gut ausgebaut, aber es ist für
touristische Unternehmungen meist nicht brauchbar.
Falls die Fährschiffe aus Italien erst abends ankommen, sollte
man ein paar Kilometer südwärts fahren, sofern man nicht in
Igoumenitsa übernachten möchte. Der nächste größere Ort ist
Plataria und danach erreicht man Sivota
Reiseziele :
Es ist hier nur möglich, einige für uns
wichtige besondere Orte zu erwähnen ohne Anspruch auf
Vollständigkeit.Hier im rechten Bild sehen wir das
Totenorakel Nektomanteion von Ephira. Es
liegt am Rande der Ortschaft Mesopotamos (etwa 30 km
südlich von Parga) und etwas abseits der Nationalstrasse
39 von Igoumenitsa nach Preveza.
1956 haben Archäologen nach den Angaben Homers mit
Ausgrabungen begonnen und ein Labyrinth freigelegt,
durch das seinerzeit Lebende zur Zwiesprache mit ihren
Verstorbenen geleitet wurden. Man kann noch heute in die
unteren vollständig erhaltenen Gewölbe hinunter steigen.
Über der Anlage wurde in späterer Zeit eine orthodoxe
Kirche errichtet, die ebenfalls sehr interessante Ikonen
und Kultgegenstände enthält
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Hier
links sehen wir die Ausgrabungen von Kassiopi in
der Nähe von Zalongo und südlich vom Totenorakel beim
Dorf Archangelos. Oberhalb befindet sich das bereits
erwähnte Denkmal für die Frauen von Souli :

Die Ausgrabungsstätte wurde im Sommer
2005 saniert und daher war ein kostenloser Eintritt
möglich. Es ist wahrscheinlich, dass baldigst ein
kleines Museum nebst Kassenhaus und Toiletten
installiert werden.
Die Ausgrabungen liegen auf einer
Anhöhe, so dass alleine schon der herrliche Blick über
die Ebene und das Meer besonders am späten Nachmittag
einen Besuch lohnen.
Weiter südlich erreicht man die umfangreiche Ausgrabung
der römischen Stadt Nikopolis. Die Stadt hatte in
ihrer Blütezeit am Ende des 1. Jahrhunderts nach
Christus etwa 300.000 Einwohner. Entsprechend sind die
verbliebenen Ausgrabungen weitläufig verstreut.
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Man erreicht das Gelände auf der
Nationalstrasse nach Prevezza und sollte an der großen
Straßenkreuzung nördlich davon in Richtung Arta
abbiegen.
Die Stadt wurde vom römischen Kaiser Augustus gegründet
und erreichte zunächst eine große wirtschaftliche Blüte,
allerdings soll sie bereits im Jahr 375 nach Christus
durch ein Erdbeben zerstört worden sein.
Sehenswert ist ein kleines Museum am Haupteingang
(allerdings zu völlig überhöhtem Eintrittspreis). Davor
befinden sich die hier rechts abgebildeten Sargofake und
ein wenig weiter Reste eine Basilika mit angeblich gut
erhaltenen Mosaiken, die leider unter Folien bedeckt mit
allerlei Schutt versteckt sind. Leider stimmt der
Hinweis in einigen Reiseführern nicht, dass diese von
griechischen Wärtern auf Verlangen sichtbar gemacht
werden.
Es gibt noch ein Stadion und ein völlig verfallenes und
von Unkraut überwuchertes Amphitheater zu sehen.
Leider ist das gesamte Areal in einem sehr
vernachlässigtem Zustand. |
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Hier links sehen wir die Brücke von
Arta, die über den Fluß Arachtos. Sie wurde im 17.
Jahrhundert gebaut und ist ein typisches Beispiel für
viele ähnliche - meist jedoch kleinere Steinbrücken in
der Provinz Epirus, wie sie vor allem im nördlichen
Bereich der Bergdörfer zu finden sind.
Arta ist eine lebendige typisch griechische Stadt und hat neben
einer Festung mit Park einige schöne alte Kirchen zu
bieten, deren Besuch sich lohnt. |
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Nördlich von Arta ist noch der Besuch des kleinen
Städtchens Glyki zu erwähnen.
Zum einen kann man unweit außerhalb nach rechts auf
schmaler Berstrasse den bereits erwähnten Ort Souli
erreichen - das wichtigste Ziel aber ist der Fluß
Acheron. Dieser war der mystische Fluss der
Unterwelt und tritt hier durch eine tiefe düstere
Schlucht, die wohl an den Hades erinnern soll ans
Tageslicht. Er fließt am Totenorakel vorbei und mündet
bei Ammoudia ins Ionische Meer. Von dort aus kann man
ihn auch mit Ausflugsbooten teilweise befahren.Bei
Glyki beginnen einige Wege parallel zum Fluss, die
allerdings alle nach wenigen hundert Metern enden. Ein
Weiterkommen ist nur durch Waten im eisig kalten Wasser
möglich und ist für viele Besucher ein in Griechenland
einmaliges Vergnügen.
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Hier befinden wir uns im Norden der
Provinz nahe der albanischen Grenze in Lias.

In der Nähe der Ortschaft befindet sich noch ein uraltes
Kloster, das zumindest von außen einen Blick Wert ist.
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Der Ort sieht heute
idyllisch aus, das war er jedoch sicher nicht in der
Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zur Zeit des
griechischen Bürgerkriegs. Diese Zeit ist wie bereits
erwähnt Thema des Buches "Eleni". in dem die Geschichte
einer griechischen Mutter erzählt wird, die in die
Mühlen der gegnerischen Parteien gerät und sich
schließlich opfert, um ihren Kindern eine friedliche
Zukunft bei ihrem Vater in Amerika zu ermöglichen.
Ihr Sohn Nicholas hat ihr Schicksal recherchiert und als
Buch veröffentlicht. Heute findet man in Lias das durch
seine Initiative restaurierte Wohnhaus Elenis

und ein kleines Hotel mit Taverne für Besucher. Ob seine
Absicht, mal eine Gedenkstätte einzurichten Wirklichkeit
wird ist allerdings eher zu bezweifeln.
In der Ortsmitte befindet sich die alte - leider bei
unserem Besuch verschlossene Kirche. Hier war Eleni
zunächst begraben, und es steht auch noch so in einigen
Reiseführern.
Seit längerem aber hat Nicholas den Leichnam
allerdings nach Amerika überführt, um Eleni an der Seite
ihres dort verstorbenen Mannes beizusetzen.
Ein Kuriosum sollte noch erwähnt werden : Das
Staatstheater Wiesbaden hatte 2005 eine szenische
Aufführung der "Johannes Passion" von Bach
herausgebracht und diese im Ort Lias angesiedelt. Die
Leute von Lias fordern in dieser Inszenierung die
Kreuzigung Christi. Es ist allerdings - zumindest für
mich - schwierig einen Zusammenhang mit den wirklichen
Ereignissen in dieser Gegend herzustellen. |
| Rechts sehen wir das Orakel
von Dodona. Der Ausgrabungskomplex, der auch das
berühmte Amphitheater umfasst befindet sich etwa 25 km
südlich der Provinzhauptstadt Ioannina.
Das Bild zeigt die (natürlich nach gepflanzte) Eiche,
aus deren Blätterrascheln seinerzeit die Orakelsprüche
abgeleitet wurden.
Praktische Hinweise :
Unterkünfte findet man überall. Wichtig ist
eine gute Karte, die es ja überall auch hier von den
einschlägigen Verlagen zu kaufen gibt.
Die beste griechische Karte kommt vom Verlag Road
Editions, Athen -Blatt 3 (Epiros / Thessaly) Maßstab 1 :
250.000.
Sie ist in einschlägigen Buchhandlungen mit guter
Kartenabteilung zu haben oder per Internet aus Athen zu
beziehen.
Schlecht sieht es mit Reiseführern aus. Der Führer
"Nord- und Mittel-Griechenland" vom M.Müller-Verlag ist
zwar 2005 in Neuauflage erschienen, behandelt das Gebiet
aber nicht sehr detailliert und ist teilweise veraltet.
Online-Tipp für Epirus und derzeit kaum zu ersetzen :
www.epirus.de |
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Letzte Aktualisierung : 22.
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