Euböa (Evia)
Der Süden - Karistos

 


Die Bourtzi-Zitadelle an der Uferstraße
Zweitgrößte Insel Griechenlands

Hier fühlt man sich als ausländischer Tourist meist etwas verlassen. Einzige Ausnahme ist Eritrea (südlich der Hauptstadt Chalkis und mit Fährverbindung nach Slala Oropou auf dem Festland)
Im Süden liegt die Stadt Karistos. Wer romantische Hafenidylle und entsprechende Atmosphäre sucht, ist hier fehl am Platz. Der Ort hat geschäftiges griechisches Gepräge, da die Einwohner nicht ausschließlich auf Tourismus angewiesen sind. Handel und Geschäfte aller Arten findet man in der Chatouri-Strasse. Am Uferkai finden sich zahllose Tavernen, Ouzerien und Kafenios, die vom Vormittag bis hin zum späten Abend ständig frequentiert sind.
 

Anreise :
Mit dem Flugzeug : Über Athen mit Olympic Airways gibt es tägliche Verbindungen von Athen.

Mit dem Schiff : Täglich von Rafina wahlweise nach Karistos (2 1/2 Stunden) oder Marmari (1 Stunde) Per Bus oder Eisenbahn über Chalkis

Verkehr auf der Insel :

Bus : Vom Busbahnhof gibt es neben der Verbindung nach Marmari täglich mehrere Überlandbusse nach Chalkis (Inselhauptstadt) mit Umsteigemöglichkeit in Aliveri oder Lepoura nach Kymi

Was gibt es zu sehen :

Eigentlich nicht viel. Meist halten sich die Fremden im Bereich der Stadt bzw. der Hafenpromenade auf, wo es immer was zu beobachten gibt. Hoch über dem Ort befindet sich die Ruine der "Roten Festung" - eine venezianische Festung, die aber nur nach mühsamen Aufstieg erreicht wird. Lohnend ist der Ausblick über den Süden der Insel bis hin zu den Kykladen.

Interessante Ausfüge können zu Fuß unternommen werden, um im Inselninnern die Bergregionen im Norden zu erwandern. Unterhalb des Ochi-Gebirges gibt es einen Marmorbruch und die Tropfsteinhöhle "Agias Trias" in der Nähe des Dorfes Mili. Der Weg dorthin soll ausgeschildert sein - leider war ich jedoch selber nicht dort.

An der Küste entlang - vorbei am Hotel Karistos gibt es eine kleine Straße, auf der man um das Südende von Euböa herumfahren kann. Hier finden sich weitere schöne Buchten und im Inselinneren fruchtbare und wasserreiche Landschaften bei dem Dorf Kallianos.

Der Süden Euböas ist eher kahl und unwirtlich. Wenn man die Hauptstraße in Richtung Chalkis befährt und bei Lepoura nach Nordsosten einbiegt gelangt man in Richtung Kymi in ein fruchtbares Waldgebiet mit üppiger Vegetation.
Auf dem Weg findet man altertümliche Dörfer, die für eine kurze Rast einladen (Avlonari, Konistres und Ochtonia)

Im Ort Karistos: Es gibt  keine besonders sehenswerte Architektur. Die Stadt ist mit vielen modernen Bauten eher untypisch für anheimelnde griechische Atmosphäre. Trotzdem fühlt man sich nach wenigen Tagen heimisch in dieser typischen griechischen Kleinstadt. Man sollte das kleine archäologische Museum besuchen, das unweit der Bourtzi-Zitadelle gelegen ist. die verschlossen und nicht zugänglich ist.

Die Kathedrale von Karystos
Die einzige Reiseagentur vermittelt auch Mietwagen, die aber aus Eritrea geordert werden müssen. Hier kann man auch mal eine Exkursion buchen, und im angeschlossenen Souvenir-Shop gibt es auch ausländische Zeitungen und Bücher und Karten.

Unterkunft:

Mehrere Hotels (Hotel Aia, Galaxy,Plaza, Karistos) kann man zum Aufenthalt buchen. Ein besonderes Domizil findet man jedoch im privaten Quartier von Vasilios Koloubaris in der Sahtouri-Strasse 42.
Die Zimmer sind zwar eher einfach und nicht sehr gepflegt - aber der Garten entschädigt für vieles :
 
Garten von Vasilios Kolobaris in Karistos


Kymi -Blick auf den Ort
Kymi liegt etwa in der Mitte Euböas und ist vor allem als Fährhafen zu den Nördlichen Sporaden bekannt. Der Ort liegt hoch über dem Meer und man überblickt im Bereich der Kathedrale den östlichen Teil Euböas.

Der Hafen liegt etwa 3 km unterhalb des Ortes und ist über eine Serpentinenstrasse erreichbar. Hier ist es wichtig zu wissen, dass die meisten Busse, die aus Chalkis, Alivero oder Lepoura kommen, nur den Hauptort anfahren. Wer also mit dem Schiff weiter möchte, muss per Taxi zum Hafen fahren.

Die einzige sichere Verbindung sind die Schnellbusse aus Athen, die über Chalkis zum Hafen fahren, um die Fähre nach Skyros zu erreichen.

Der Hafen hatte in früheren Jahren Verbindungen nach Alonnisos, Skopolos, Skiathos und Volos. Auch gab es Verbindungen nach Nordgriechenland (Agios Efstratos, Limnos und Alxeandropolis oder Thessaloniki). Leider existierten diese Verbindungen im Juni 2004 nicht mehr. Die zuständigen Agenturen sahen verfallen und ungenutzt aus, so dass wohl kam mit einer Wiederbelebung zu rechnen ist.

Die einzige und wichtigste Verbindung verbindet Kymi mit der Insel Skyros. Diese wird zwei bis drei mal am Tag angeboten.

Im unteren Teil sehen wir ein Bild vom Hafen Marmari. Er ist der wichtigste Fährhafen für den südlichen Teil  Euböas (nach Ankunft der Schiffe gibt es Busverbindung nach Karistos)
Es ist aber auch möglich, hier in einem der vielen Hotels oder Privatquartiere Urlaub zu machen. Man kann sich an der schönen Hafenpromenade in eines der zahlreichen Cafes und Tavernen niederlassen. Oberhalb des Hafens findet man einen ausgedehnten Sandstrand.

Reiseführer und Info :

Leider gibt es über Euböa keinen mir bekannten brauchbaren Reiseführer. Lediglich im jetzt wieder neu erschienen Müller-Führer "Nord- und Mittel-griechenland" wird Euböa behandelt. Leider ist er gegen-über der Auflage von 1998 kaum aktualisiert .                                                                             Der Hafen von Marmari

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 Letzte Aktualisierung : 05. Oktober 2004 Copyright © 2004 All rights reserved