Griechenland

Wissenswertes zur Reise nach Griechenland

Dies soll keine Auflistung der notwendigen Kleidung oder der Ladenöffnungszeiten sein. Hierzu sollte jeder Informationen in seinem Reiseführer finden. Es gibt aber vielleicht ein paar Dinge, die mir nicht unbedingt selbstverständlich waren. Hierzu möchte ich gerne ein paar Hinweise geben.

Hier ein paar Stichworte zu den Informationen :

Telefonieren
 
Die Vorwahl nach Griechenland sollte bekannt sein - sie ist 0030.- Auch von dort kann man mit der Vorwahl 0049 nach Deutschland telefonieren. Seit 20.Jan.2002 hat man nun einige Änderungen vorgenommen, um langfristig einen größeren Nummernkreis für innergriechische Verbindungen zu erreichen.

Als Beispiel diene eine Auslandsanwahl nach Athen (Vorwahl/Nummer =  01- 34567898)

Bisher hätte man vom Ausland gewählt : 0030-1-34567898
Nachdem im Herbst zwei Änderungen eintraten muss man jetzt folgendermaßen wählen :

  1. Die Vorwahl für Griechenland : 0030
  2. Die Nummer 2
  3. Die Vorwahl für die Stadt (ohne führende Null) - also z.B. Athen : 1
  4. Die Nummer 0
  5. Die Teilnehmernummer

Das würde wohl bedeuten : 0030-2-1-0-34567898 (Athen)

Wer weitergehende Infos benötigt oder Telefon-Nummern sucht möge die Yellow-Pages für Griechenland anwählen oder die Staatliche Telefongesellschaft OTE.

 

Finanzielles

Geld ist immer ein wichtiges Thema. Die Griechen vertrauten noch immer ihrer Währung und traten erst am 1.1.2001 der EG Währungs- Gemeinschaft bei.
Seit dem 1.1.2001 gibt es nach der Aufnahme in die €-(EUR)Zone feste Wechselkurse.
1 € (EUR) in Deutschland hat inzwischen etwa dieselbe Kaufkraft in Griechenland

Seit 1.Jan.2002 ist wie überall in den Euro-Ländern auch in Griechenland der Euro Staatswährung. Man kann Drachmen-Banknoten allerdings noch bis Ende 2003 bei der Bank of Greece in Euro umtauschen.

Zur Information einige Umrechnungsbeispiele, da in vielen Reiseführern ja noch immer Preise in GDR angegeben sind :

Drachmen Euro (€)
341 GDR 1 €
682 GDR 2 €
1.704 GDR 5 €
3.408 GDR 10 €
6815 GDR 20 €
17.038 GDR 50 €
35.075 GDR 100 €
68.150 GDR 200 €
170.375 GDR 500 €

 Die EC-Karte (jetzt Maestro) ist inzwischen wie überall in Europa auch hier erste Wahl, wenn es um Geldbeschaffung geht. Auf vielen Inseln - auch kleineren wie Serifos oder Astypalaea gibt es inzwischen Bankniederlassungen mit Bankautomaten. Sie sind ähnlich zu bedienen wie bei uns. Vielfach kann man sogar vor Beginn des Auszahlungsvorgangs die Sprache für die über Menü gestützte Prozedur wählen. Auch die neuen Karten ohne das EC-Zeichen, die bis Ende 2002 überall im Austausch ausgegeben werden (mit dem Logo "Maestro"), sind genauso nutzbar. Der Euroscheck hat ausgedient und wird nicht mehr akzeptiert

Die Credit-Card ist inzwischen wie überall in Europa auch hier kein Problem, wenn es um Bezahlung in größeren Hotels geht. Verbreiteter als die Master-Card ist allerdings die Visa-card. Auf kleineren Inseln und bei Privatvermietern wird man hier natürlich kaum Akzeptanz finden. Selbst Schiffsagenturen haben (außer in Piräus)  meist eine Aversion gegen das Plastikgeld
 
Innergriechische Schiffsverbindungen      

In den letzten Jahren gab es ja immer wieder unerfreuliche Meldungen zur Sicherheit auf den Fährschiffen. Insbesondere nach dem Fährschiffunglück bei Paros gab es massive Kritik. Die griechische Regierung hat darauf mit scharfen Bestimmungen zum Verkauf der Schiffsfahrkarten reagiert.

Nur eine Agentur, die einen Computer mit Online-Zugang zur Reederei hat, darf noch Schiffskarten verkaufen. Dies hat besonders auf kleinen Inseln erhebliche Einschränkungen zu Folge. So muss man beispielsweise auf Schinoussa von der Chora hinunter zu einem Strand mit Taverne und kleinem Supermarkt hinabsteigen, um nach 18 Uhr oder morgens vor 12 Uhr sein Ticket zu besorgen. Auf Sikinos ist es umgekehrt. Im Hafenort gibt es keine Möglichkeit - die Agentur ist in der Chora und auch nur vormittags und abends nach 18 Uhr für maximal zwei Stunden geöffnet. Unabdingbar ist diese Regelung, da auch vor oder auf dem Schiff nur noch ausnahmsweise eine Fahrkarte zu erwerben ist. Darüber hinaus muss der Name des Reisenden im Computer erfasst werden und findet sich dann auch mehr oder weniger exakt auch auf dem Ticket.

Informationen in vielen gängigen Reiseführern über den Erwerb von Schiff-Tickets sind aus oben genannten Gründen leider oft nicht mehr korrekt.

Streik
Dies ist ein heikles Thema. Immer wieder - oft zu Beginn der griechischen Ferien kommt es zu massiven Arbeitsniederlegungen. Sofern es den öffentlichen Dienst betrifft, sind meist die Banken, jeglicher Bus- und Metroverkehr und der Fährverkehr zu den Inseln betroffen. Auch streiken oft auch Mitarbeiter der Olympic Airways.

Eine solche Situation erlebte ich im Juni 2002. Nachdem es noch gelang, am Tag vor dem geplanten Rückflug, das letzte Schiff nach Piräus zu erreichen, gab es nach der Ankunft natürlich nur noch die Möglichkeit, per Taxi weiterzukommen. In Griechenland ist es ja üblich, auch bei einem besetzten Taxi noch zusteigen zu können, sofern für Passagiere und Gepäck noch Raum ist und das Ziel einigermaßen in der selben Richtung liegt. Also sollte man eine möglichst eine bekannte Straße oder einen Platz den vorbeifahrenden Taxis zurufen. Leider erlebt man, dass die meisten Fahrer abwinken und weiterfahren. Immerhin ist dies die einzige Chance.

Die nächste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten. Das gebuchte Hotel wies trotz schriftlicher Bestätigung darauf hin, dass die Gäste wegen des Streiks nicht abreisen könnten und somit keine Zimmer verfügbar seien. Wenn man Glück hat, wird wenigstens eine Ersatzherberge kontaktiert.

Am Flughafen sieht man natürlich in solcher Situation auch viele gestrandete Passagiere - insbesondere, wenn sie mit Olympic Airlines oder einer anderen griechischen Linie weiterwollen. Sofern das Bodenpersonal und die Lotsen arbeiten, kann man aber durchaus damit rechnen, dass man seinen Rückflug antreten kann. Immerhin war das die Situation am 19.6.2002.

Fazit : Möglichst rechtzeitig vor der Abreise Erkundigungen einziehen, ob alles noch normal abläuft.

Religion und Kirche
In Griechenland hat die Orthodoxe Kirche noch immer einen weitgehenden Einfluss, obwohl viele Griechen behaupten, nicht mehr viel  mit den alten Ritualen im Sinn zu haben. Diese Einstellung zeigt sich auch daran, dass sich in den sechziger Jahren nachdem viele Gastarbeiter in Deutschland sesshaft wurden, griechische Gemeinden bildeten, die noch heute fortbestehen und ein elementarer Anteil des heutigen kulturellen Lebens darstellen.

Exemplarisch empfehle ich daher die Website der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Wiesbaden mit vielen interessanten Erläuterungen zum kirchlichen Leben wie man es in Deutschland und natürlich auch in Griechenland vorfindet.

Ein wichtiger Termin für alle Griechenlandreisenden ist immer der Ostertermin.  Im Jahr 2008 ist es der 27.04.
Immerhin gute Aussichten, bereits schönes warmes Frühlingswetter anzutreffen. Pfingsten rutscht dann in den Juni, und da beginnen fast schon die griechischen Sommerferien 2008.
Weitere Termine zu griechischen Feiertagen findet man auf der Seite Griechische Feste und Feiertage.

Griechisches Fernsehen und Radio in Mitteleuropa
 

Nach einem Urlaub in Griechenland kommt immer wieder bei vielen Besuchern der Wunsch auf, auch von zu Hause etwas über dieses Land zu erfahren. In heutiger Zeit mit Fernsehen über Satelliten sollte dies kein Problem sein. In der Praxis benötigt dies jedoch einige technische Voraussetzungen, die leider in vielen Fällen nicht gegeben sind.

Benutzer des Kabelfernsehens haben leider überhaupt kaum Aussichten, ein griechisches Fernseh- oder Radioprogramm zu empfangen. Besser sieht es schon bei den Besitzern einer Satellitenschüssel aus.

Die erweiterte Empfangsmöglichkeit eröffnet sich allerdings erst mit einem Digitalempfänger und einer Möglichkeit, den Eutelsat Satelliten zu empfangen.

Seit 1. Oktober 2005 sind jedoch fast alle Sender über diesen Satelliten abgeschaltet und auf Hellas Sat2, 39.0 Ost geschaltet. Dieser ist auch in Deutschland mit einer Schüssel von 65 cm überall zu empfangen. Genaue Informationen finden sich in der Zeitschrift InfoSat Ausg. 1/2006  ab Seite 34.
Das Problem ist allerdings, dass die meisten Empfänger auf die Positionen von Astra und Eutelsat ausgerichtet sind (19,2 Ost bzw. 13 Ost)

Über Eutelsat sind nach derzeitigem Stand nur noch folgende Programme zu empfangen :

1. ERT-Sat-Europe       Transponder 11.642 (Blomberg TV/OTE)
2. Kanale Voulis            Transponder 12.169 (NOVA) 
3. Hellas HDTV            Transponder 11.642 (Blomberg TV/OTE)

Auch die Radioprogramme sind meist nicht mehr über EUTELSAT  zu empfangen.

Leider hat die ARD zum Jahreswechsel 2002/2003 beschlossen, die seit den 60er Jahren üblichen Programme für "ausländische Arbeitnehmer" (Italiener, Griechen, Spanier, Serbo-Kroaden, Türken etc.) einzustellen. Für Interessierte gibt es wenig Alternativen. SWR International (nur über Kurzwelle zu empfangen) sendet um 16:10 (MEZ) oder um 19:10 für etwa 20 Minuten. Der Sender ist über den ASTRA Satelliten 2C digital auf der Frequenz 11.186 zu empfangen. Man sollte auch die neu gestaltete Internetseite anschauen, wo es weitergehende Informationen gibt.

Ein weiterer  Sender ist RADIOMultikulti (http://www.radiomultikulti.de) aus Berlin.(in Berlin auf der Frequenz SFB 106.8). Er ist auch über digitale Receiver über eine Satellitenschüssel zu empfangen (ASTRA  1H - Freq.12.110). Er sendet ab 17 Uhr in türkisch, serbisch, kroatisch, polnisch, arabisch, griechisch und weiteren Sprachen.

Ein weiterer Sender ist das Funkhaus Europa, das mit dem WDR in Köln zusammenarbeitet und einige Sendungen auch über WDR5 abstrahlt. Montags bis Freitags findet sich der griechische Programmteil ab 20:30 Uhr unter dem Titel : "Radiofonia tis essis eleniki elpompti apo ti Frankfurti". Zu empfangen ist dieser Sender im Bereich des WDR über UKW 103,3 oder über den Astra-Satelitten  1C Frequenz 11,009 GHz) (analog) oder digital über ADR-Radio.

   

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Letzte Aktualisierung 07. Mäi 2007 Copyright © 2007 All rights reserved