Limnos

Blick auf Myrina - den Hauptort der Insel
Die Insel des Hephaistos

Dies ist eine Insel, die man nicht gesehen haben muss. Dies war jedenfalls die Meinung eines Mannes, der seit über 25 Jahren dort lebt, da er mit einer von Limnos stammenden Griechin verheiratet ist. 
Tatsächlich ist es eine Insel voller Widersprüche. Wenn man sich mit dem Schiff von Lesbos kommend nähert, sieht man nur kahle Berge ohne jegliche Vegetation. Später - nach Ankunft ändert sich das Bild allerdings etwas. Es gibt sogar fruchtbare Täler und Wasserfälle.
Da es vor Jahren Streit mit der Türkei wegen Erdölvorkommen in diesem Gebiet gab, ist noch heute sehr viel Militär präsent.
Touristisch ist die Insel durchaus erschlossen, und es gibt zum Teil luxuriöse Hotelanlagen bei Myrina.

Anreise :
Mit dem Flugzeug : Mit Olympic Airways kann man von Athen und Thessaloniki anreisen

Mit dem Schiff : In den Sommermonaten von Piräus und Rafina (Attika), sowie von Alexandropoulos, Kavala und Thessaloniki. Bitte konsultieren Sie den Fahrplan über diese Web-Seite. 

Verkehr auf der Insel :

Bus : Vom Busbahnhof am Ortsausgang fahren Busse in die größeren Dörfer der Insel - mit Sicherheit um die Mittagszeit.. Leider gelang es nicht, einen Fahrplan zu entdecken, und am Nachmittag machte der gesamte Platz einen völlig verlassenen Eindruck.

Abendlicher Blick von der Festung über Myina - Hier muss man hinaufsteigen, um den Sonnenuntergang zu erleben

Eindrücke :
Leider war die Zeit, die wir zur Verfügung hatten sehr kurz, so dass ich hier nur einige wenige Streiflichter wiedergeben kann. 
Beim Bummel durch die Altstadt und die Fußgängerzone findet sich so manche Kuriosität:
 
Dieser tolle Laden verkauft so ziemlich jeden Krimskram aus Muscheln und Perlmutt. 

Einen Besuch wert ist auch das Archäologische Museum, das in hervorragender Weise Funde aus den Ausgrabungsstätten in Poliochni und aus dem Heiligtum der Artemis präsentiert.

Tipps zum Aufenthalt : Die Insel ist interessanterweise in den USA und in Großbritannien ziemlich bekannt. Viele Hotels - insbesondere die großen Anlagen machten allerdings im Juni einen sehr verlassenen Eindruck.

Empfehlenswert (obwohl in älteren Reiseführern eher abgewertet) ist das innen weitgehend bestens renovierte Hotel Limnos am Fährhafen 

Da die Entfernungen sehr weit sind, ist ein Leihwagen oder Motorrad recht nützlich. Es werden auch organisierte Busausflüge zu den Ausgrabungen angeboten (Büros am Hafen und in der Fußgängerzone) 

Reiseführer : Es gibt leider überhaupt keine aktuellen Führer. Auch der in Neuauflage erschienene Führer "Griechische Inseln" aus dem M.Müller-Verlag ignoriert die Insel total. Spärliche Infos findet man im Polyglott über Griechische Inseln.
Vor Ort gibt es einen Führer mit vielen bunten Bildern (auch in deutsch) und einige meist schlechte Karten

Hier sehen wir das Dorf Kaspakas (etwa 6 km von Myrina entfernt). Hier endet eine Buslinie. Die Zeit scheint fast stehen geblieben zu sein: Alte Gassen, eine -leider verschlossene- Kirche und alte Geschäfte prägen das Bild

Von hier aus kann man in einer 1 1/2-stündigen Wanderung zu den Wasserfällen gelangen. Leider haben wir sie nicht gesehen, da wir bereits in Unkenntnis der Busverbindung den Weg von Myrina zu Fuß gemacht hatten.  

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 Letzte Aktualisierung : 17. Juli 2001 Copyright © 2001 All rights reserved