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Pigadion und die südliche Provinz Magnisia |
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Eine unbekannte Provinz in Mittelgriechenland |
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Wenn man von Thessaloniki auf der Autobahn in Richtung Athen
fährt, sollte man an der Ausfahrt Sourpi nach Osten den Weg
in Richtung Pteleos einschlagen. Dies ist der Mittelpunkt
des südlichen Teils der Provinz Magnisia, und von dort geht es links
vom Hauptplatz nach etwa 7 km zum idyllischen Küstenort
Pigadion. Er ist der Mittelpunkt aller weiteren Aktivitäten
und bietet zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten, Tavernen,
Ouzerien und ein Café. Auch eine Disco im oberen Teil des
Ortes ist vorhanden. Ferner gibt es am Ende der Uferstraße
ein Relax-Zentrum mit Bar, Restaurant, Übernachtung und
Bademöglichkeiten wie im
Reisekatalog. Es muss allerdings hier schon gesagt werden, dass ein Urlaub hier ohne Auto eher undurchführbar erscheint. Es gibt keine Busverbindung, nur einen kleinen Super-Market mit geringem Sortiment und kein sonstiges Geschäft, Ein Bankautomat ist erst in Glifia (ca. 20 km entfernt) verfügbar. Post und sonstige Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Pteleos. Trotzdem kann man hier einen schönen vom Alltag losgelösten Urlaub verbringen. Es gibt verschiedene meist kleinere Strände mit Sand, die auch zumindest in der Vor- und Nachsaison nicht überlaufen sind. Die Umgebung lädt zu Wanderungen durch endlose Olivenbaum-Wälder ein mit herrlichen Ausblicken zum Meer und zu benachbarten Buchten. Archäologische Besonderheiten sind eher selten. Es gibt aber die Möglichkeit, Ausfüge zu interessanten Klöstern und einem verlassenen Dorf (Platanos) zu unternehmen, die im weiteren Verlauf der Seite noch beschrieben werden. Auch der Norden Euböas ist mit der Autofähre von Glifia zu erreichen. |
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| Anreise : Es ist möglich mit den Fähren aus Italien nach Igoumenitsa zu fahren. Von dort kann man über die teilweise fertig gestellte Autobahn nach Osten fahren, muss aber bei Ionannina derzeit noch die alte Strasse über den 1680m-hohen Kantara-Pass benutzen, der von zahlreichen langsam fahrenden Lastzügen stark belastet ist. Über Kalambaka (Meteora-Klöster), Trikkala und Karditsa erreicht man dann die Autobahn Thessaloniki-Athen. Alternativ sollte man nach Thessaloniki fliegen und von dort mit einem Mietwagen die Autobahn in Richtung Athen bis zur Ausfahrt Sourpi nutzen. |
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| Verkehr :
Es gibt nur Busverkehr von und nach Volos bzw Lamia und Athen in Pteleos. |
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Sehenswertes in der Umgebung: Oberhalb des Ortes befinden sich die Überreste eines venezianischen Kastells. Man erreicht es über die Straße nach Pteleos. Unterhalb der Diskothek zweigt links eine Straße ab, und in einer Rechtskurve findet sich eine Wegweiser zu einer nach links durch Felder und Wald führenden Erdstraße. Der Ausblick von dort oben ist einmalig. In Aghios Demitrios
Sehenswertes im weiteren Umfeld : Wenige Kilometer weiter erreichen wir die alte
Xenias-Kloster-Kirche (unten rechts) mit einem kleinen Friedhof in
wunderschöner schattiger Umgebung. Die Nonnen pflegen diese
Kirche und die Gräber. Benachbart ist eine Taverne, wo man
eventuell auch um Einlass zur Besichtigung bitten kann. Daher ist das Betreten der Anlage nicht mehr möglich. Im Eingangsbereich werden noch einige kirchliche Andenken, Kerzen und Ikonenbilder angeboten. Es ist auch noch möglich, den Klosterhof zu besichtigen. Generell sind die Klöster vormittags bis 13 Uhr und nachmittags ab 15 Uhr offen. In der Nähe befindet sich ein Kalvarienberg mit
drei mächtigen Kreuzen. Außerhalb der Passionszeit ist das
mittlere Kreuz leer, und die Jesusfigur ist einer unweit
entfernten Grotte gelagert. Nur in der Zeit vor Ostern wird die
Figur wieder am Kreuz befestigt.
Leider war es mir nicht möglich, irgendwelche Fakten über die erwähnten Xenias-Klöster zu finden. Sie sind in Reiseführern nicht erwähnt, und auch das allwissende Internet gibt keine Auskunft. Immerhin ist die Fahrt dorthin schon wegen der herrlichen Landschaft und Atmosphäre unbedingt einen Tagesausflug wert. Folgt man der anderen Abzweigung im Dorf gelangt man nach etwa 6 km zum kleinen Dorf Aghios Johannis. Hier gibt es eine schöne alte Kirche. Als Besonderheit fällt eine stark sprudelnde Quelle unterhalb der Kirche auf, die in einem Brunnen gefasst ist. Die Kirche ist verschlossen - jedoch kann man
unweit gegenüber der Strasse darum bitten, dass sie
aufgeschlossen wird. Eine nette Dame erklärte die schönen alten
Ikonen und insbesondere zeigt sie, dass die erwähnte Quelle
unterhalb des Altars der Kirche entspringt. Man kann dies durch
eine Glasplatte sehen.Sicher ist dies eine nicht alltägliche
Besonderheit, und man ist hier darauf offensichtlich auch
besonders stolz.
Dies setzte sich fort bis in die Kriegsjahre des zweiten Weltkriegs und bis hin zum griechischen Bürgerkrieg danach. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts brachen Seuchen aus, so dass letztendlich das Dorf aufgegeben wurde und die Bewohner nach Nea Platanos umgesiedelt wurden. Heute ist der Ort eine Geisterstadt. Lediglich oberhalb gibt es eine Kirche und im Ort eine Kriegergedenkstätte. Nea Platanos ist eine ziemlich unansehnliche Ansiedlung mit breiten Straßen und mehr oder weniger zweckmäßigen Wohnquartieren.
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| Tipps
zum Aufenthalt Unterkunft : In Pigadi findet man eine Vielzahl von Tavernen und man kann in diversen Privatquartieren Unterkunft finden. Eine richtiges Hotel ist allerdings nicht vorhanden.
Wir fanden es besonders schön bei Andrea und Jannis Loridas
zu wohnen. (Haus
Pigadi). Dieses deutsch-griechische Ehepaar betreibt eine
schöne Taverne direkt an der wenig befahrenen Uferstraße und
vermietet ebenso Zimmer mit allem was der Tourist so braucht.
| Reiseführer : Leider kann ich hier keinerlei Hinweise geben. Alle mir bekannten Führer über das griechische Festland sparen diese bisher Region komplett aus. |
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