Skyros

 


In der Chora
Abseits der Sporaden

Die Insel Skyros liegt etwas außerhalb der Sporaden (Skyathos, Alonnissos, Slopolos) und ist leider (zumindest im Jahre 2004) nicht mit diesen direkt verbunden. Derzeit gibt es nur eine Verbindung mit dem Hafenort Kymi auf Euböa. Von dort startet zwei bis dreimal täglich die Autofähre "Lykomides" in zwei-stündiger Fahrt zum Hafenort  Linaria.

Hier gibt es einige Unterkünfte und Tavernen. Allerdings starten die meisten Besucher mit dem anschließenden Bus zum Hauptort Skyros oder orientieren sich weiter zum Strand von Magazia.

Nach dem Erdbeben im Juli 2001 gab es besonders am Kastro  und dem benachbarten Kloster Aghios Giorgios Schäden, die bis jetzt noch nicht behoben werden konnten.
Es scheint, dass dies dem Tourismus - besonders aus dem Ausland nachhaltig geschadet hat.

Die Insel bietet abwechslungsreiche Landschaften und  es gibt auch Möglichkeiten, schöne Wanderungen zu unternehmen.

Leider ist das Busnetz sehr schlecht ausgeprägt, und es gibt erhebliche Probleme, einen verlässlichen  Fahrplan zu erkunden.
 

Anreise :
Mit dem Flugzeug : Über Athen mit Olympic Airways. Es gibt täglich Flüge ab Athen, denn Skyros hat auch einen Flughafen

Mit dem Bus und Schiff : Täglich per klimatisiertem Bus von Athen bis Kymi (Euböa) und mit sofortigem Schiffsanschluss. Alternativ:  Eisenbahn über Chalkis und weiter nach Kymi mit dem Bus.

Verkehr auf der Insel :

Bus : Vom Hafenort Linaria fährt mehrfach täglich der Bus zum Hauptort (z.B. um 11 Uhr oder immer nach Ankunft des Schiffes). Der Busfahrplan ist undurchsichtig - insbesondere was weitere Verbindungen zum Flughafen oder zu anderen Orten der Insel betrifft. Auskunft erhält man einigermaßen gesichert im Reisebüro Skyros Travel im Hauptort an der Hauptstraße (e-mail: skyrostravel@hol.gr). Dort gibt  es auch Schiffs-Tickets und die Möglichkeit, ein Auto zu mieten

 



Der Hauptort Chora
 

Unterkunft:

In Linaria (am Hafen)findet man das neu renovierte und recht komfortable "King Lykomides" (direkt am Schiffsanleger). Leider waren die Besitzer etwas scheu oder unerfahren, denn sie wollten ständig unbedingt im voraus die Übernachtung bezahlt bekommen. Nachdem wir dies auf die Abreise verschoben, waren sie nicht mehr sichtbar, so dass wir in der benachbarten Taverne zahlten. Immerhin gehörte diese verwandtschaftlich zu der Unterkunft.
Schön wohnten wir auch in Magazia im Hotel Deidamia am Ortseingang. Der Besitzer ist sehr hilfsbereit und seine Frau betreibt einen Töpfershop (e-mail: deidamia@otonet.gr). Zu Fuß erreicht man über einen Treppenweg in knapp 20 Minuten die Chora. In der Nähe des Hotels gibt es auch einige Tavernen, und es ist nicht weit zum Sandstrand.
 


Skryos - Kastro
Was gibt es zu sehen:

Im linken Bild sehen wir den Eingang zum Kastro, das hoch über dem Ort auf einem Felsen thront. Es stammt - wie oft in Griechenland- aus der venezianischen Zeit.

Wegen der Beschädigungen durch das Erdbeben von 2001 endet leider der Aufstieg an dieser Pforte. Renovierungsarbeiten sind wohl begonnen - allerdings konnte man im Juni 2004 keine Aktivitäten oder Fortschritte erkennen.

Gleiches gilt leider auch für das in den Reiseführern als besonders sehenswert beschriebene Kloster Aghios Giorgios. Auch hier gibt es keinen Zugang.

Sehenswert ist sicher die Altstadt mit den verwinkelten Gässchen. Hier ist fast jedes ältere Haus eine Besonderheit. Die Bewohner öffnen auch teilweise Türen und Fenster, um das Innere sichtbar zu machen.

Ein Besuch sollte auch dem Museum gelten, das Ausgrabungen aus der Gegend um den Flughafen und anderen Stätten der Insel präsentiert.

Eine der schönsten Wanderungen, die man vom Hautort durchführen kann, ist die im M.-Müller-Reiseführer benannte 12-Kapellen-Wanderung, die im weiteren Teil mit einer Variante beschrieben ist.

 Den Einstieg fanden wir zunächst nicht - so ergab sich eine sehr interessante Variante - allerdings ohne die 12 Kapellen.:

Wanderungen : Variante zur Kapellenwanderung : Nach der Busstation biegt man links ab und verlässt die Strasse nach Magazia an der nächsten Möglichkeit nach links. Man läuft auf einer Erdstrasse nach unten und überquert einen Bach. Dann geht es nach links leicht aufwärts. Nach einiger Zeit erreicht man einen Bauernhof mit diversen Stallungen und Häusern sowie einer großen Viehtränke.

Vorbei an diesen Gebäuden senkt sich der Weg und es wird eine Brücke erreicht, die mit der hier sichtbaren Inschrift versehen ist.

 

Danach wendet sich der Weg nach links, und man wandert an dem kleinen Bach entlang innerhalb herrlicher Blumen und Oleander. Am Ende erreicht man eine Kapelle an einer großen Wegkreuzung..

Etwas weiter geradeaus kann man nach links in Richtung des OTE  Sendeturms über einen sehr sonnigen und staubigen Weg zur Chora zurückwandern oder aber es ist möglich gerade aus weiter in Richtung Küste (Atritsa oder Kyria Panagia) zu laufen. Von diesen kleinen Orten gibt es aber kaum eine Rückfahrmöglichkeit per Bus oder Taxi. Wir zogen es vor, an der Wegkreuzung über den selben Weg zurück zu laufen.

Links ein Eindruck von der Wanderung

Der 12-Kapellenweg beginnt etwas weiter unterhalb der vorigen Wanderung an der Wasserstelle der Feuerwehr. Man wendet sich ebenfalls nach links und folgt den zum Berg hin aufsteigenden Pfaden. Die erste Kapelle sollte Genissis to Christinou und die zweite Agia Kyriaki heißen.

Dann wurde der richtige Weg gefunden. Rechts finden wir etwas tiefer im weiteren Verlauf zwei Ziegenbauernhöfe. Die im M.Müller-Reiseführer genannten Gatter in diesem Teil der Wanderung gab es nicht.

Im weiteren Verlauf blickt man zurück auf die Chora von Skyros.

 

 

 


Weiter geht es bergauf, und hier ist der Wanderer wirklich der Welt entrückt. Der hier gezeigte Bauernhof liegt ziemlich am höchsten Punkt der Wanderung..

 

 


Soweit feststellbar gibt es hier keinen Strom. Auch wird noch mit dem Kamin geheizt und gekocht.

Eine Schotterstraße verbindet immerhin das Gehöft mit der übrigen Welt.

Der Blick von hier über die Insel ist außergewöhnlich. Da Skyros offensichtlich mehr Regen bekommt als viele andere Inseln, ist alles auch noch im Frühsommer sehr grün.

Der 12-Kapellenweg hat nun seinen höchsten Punkt erreicht, und es geht nun langsam bergab.

Auf dem Weg finden sich noch weitere größere und kleine Kapellen, die allerdings nicht alle frei zugänglich sind. Letztendlich erreichen wir die Hauptstraße vom Flughafen zum Ort. Von dort sind es dann noch etwa 2 Asphaltkilometer nach Magazia sofern nicht ein mitleidiger Autofahrer den Anhalter mitnimmt.

Reiseführer und Info :
Neu erschienen (2003) im M.Müller-Verlag ist der Reiseführer "Nördliche Sporaden", der die informativsten und aktuellsten Infos über Skyros bereitstellt                                                                         

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 Letzte Aktualisierung : 03. Dezember 2004 Copyright © 2004 All rights reserved