Urlaub auf der geschichtsträchtigen Insel Kos

Insel Kos (Quelle: Nachtaktyves)

Insel Kos (Quelle: Nachtaktyves)

Seit die Griechen in einer Krise stecken, hat sich in dem Land einiges geändert. Die südländische Gelassenheit soll nun einem strikten Sparpaket weiche, denn das Land der Götter und Mythen ist pleite.

Deshalb müssen Einnahmen her. Vor allem aus der Tourismusbranche beziehen die Griechen des Großteil ihres Bruttoinlandsproduktes. Während in der Hauptstadt weiterhin Unruhen toben, werben die Inselbewohner mit idyllischen Landschaften, einer interessanten Geschichte und vor allem auch kulinarischen Spezialitäten, um Besucher zu locken.

Als bekannt wurde, dass Griechenland das Fallbeil Europas ist, blieben diese nämlich zunächst aus. Die Angst vor politischen Unruhen schreckte die Touristen ab. Inzwischen hat sich diese Sorge jedoch gelegt. Gegenden wie Athen haben dennoch an ihrem schlechten Ruf zu knabbern.

Auf der Insel Kos geht es jedoch her wie eh und je. Kein Wölkchen trübt den strahlend blauen Himmel, die Wellen rauschen weiterhin am Strand und die Urlauber genießen die sonnigen Tage.

Dabei weiß keiner, dass die Kellner, die ihren Kaffee servieren, unter den harten Sparmaßnahmen leiden. Diese verstecken ihre Sorgen jedoch unter einem tapferen Lächeln. Das ist nicht leicht, denn oft bekommen die Griechen von den Touristen Sprüche wie „Trinkgeld brauchen wir doch nicht zu geben, wir werfen euch doch sowieso schon Geld hinterher!“ zu hören.

Gerade in Zeiten der Krise ist den meisten bewusst geworden, wie wichtig der Tourismus ist. Deshalb schmieren sie den Urlaubern aus Deutschland, Frankreich, Belgien und England Honig um’s Maul, locken mit günstigen Hotelpreisen und Top-Services.

Kos gilt als eine der beliebtesten Touristeninseln Griechenlands. Ungeschlagener Touri-Magnet ist immer noch Rhodos. Hier beziehen die Menschen zwei Drittel aller Einnahmen aus der Dienstleistungsbranche.

Rhodos profitiert vor allem von seiner Geschichte, Kos hingegen von der geografischen Lage.

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Der Touristenmagnet Kreta

Kreta, Foto von Rico./flickr.com

Kreta, Foto von Rico./flickr.com

Kreta ist die größte Insel Griechenlands, auf deren Fläche von 8 331, Quadratkilometern, sich etwa 600 159 Einwohner verteilen. Iraklio ist die Hauptstadt der fünftgrößten Insel im Mittelmeer und gleichzeitig größte Stadt Kretas.

Das gleichmäßige Mittelmeerklima und die vielfältige Flora und Fauna, zieht nicht nur Zugvögel auf dem Weg nach Afrika an, sondern auch eine Vielzahl an Touristen, die jährlich nach Kreta kommen.

Vorzüglich wird das Land wegen des Meeres geliebt und der scheinbar immer scheinenden Sonne, die sämtliche Bäuche wärmt und bräunt. Doch es gibt noch mehr zu entdecken, als das Meer vor dem Hotel. Dabei können sich interessierte Besucher beispielsweise die Klänge der Kreta zu eigenen Musik, die der Volksmusik gleicht und sich dort durchsetzte, lauschen. Zu den typischen Instrumenten zählen unter anderem verschiedene Formen der Laute.

Weit verbreitet auf Kreta ist eine traditionelle Art der Lied- und Vortragsform, genannt Mantinandes. Dabei werden 15-silbige Reimpaare von wechselnden Sängern im lokalen Dialekt als Sprechgesang vorgetragen, wobei das Wechseln und Improvisieren von Strophen manchmal zu einer Art Wettbewerb unter den Vortragenden wird. Die Ursprünge dieser Mantinandes liegen im 15. Jahrhundert, zu der Zeit, als Kreta von Venedig besetzt war. Von europäischen Dichtern und Denkern inspiriert, war der griechische Dichter Vitsentzos Komaros bedeutend für die Entstehung dieser musikalischen Richtung.

Wer Kreta als Besucher erobern will, kann sich auch zahlreiche historische Stätten auf der Insel ansehen. So zum Beispiel die Ausgrabungsstätte Agia Triada im Süden Kretas. Hierbei handelt es sich um die zweitgrößte Siedlung der minoischen Kultur der westlichen Messara und zeigt eine beeindruckende Palastanlage.

Die Hauptsehenswürdigkeit befindet sich jedoch ein paar hundert Meter von Kreta entfernt auf einer Insel namens Spinalonga. Dort gibt es ein im 16. Jahrhundert errichtetes venezianisches Fort, das später auch eine osmanische Festung war. In der Kirche Penagía Kerá, bekommt man sehr gut erhaltene byzantinische Fresken zu sehen. Und an den vielen schönen Buchten der Insel, lässt sich nach interessanten Ausflügen wieder die Sonne genießen.

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Das Gyros

Gyros in Pita von roolrool/Flickr.com

Gyros in Pita von roolrool/Flickr.com

Sie haben noch nie etwas von Gyros gehört? Wo leben Sie? Auf dem Mond? Nun nicht aufregen, es ist ja nicht zu spät für folgende Informationen.

Das Wort Gyros kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Kreisel oder gedrehter Grillspieß. Es ist eine griechische Zubereitungsart für Fleisch. Im Original besteht Gyros aus Schwein. Große Fleischstücke vom Nacken des Schweins werden mit den Gewürzen Salz, Pfeffer, Knoblauch, Oregano und Thymian eingerieben. Eine besondere Note kann mit Kreuzkümmel, Majoran und Koriander gesetzt werden. Die Fleischstücke werden in Lagen auf einen Spieß gesteckt und von einem vertikalen Grill gebraten. Wenn die äußere Schicht knusprig ist, wird sie mit einem scharfen Messer runter-geschnitten und in diversen Gerichten verarbeitet.

Die gängigste Art Gyros zu essen ist in einem Fladenbrot, auch Pita genannt. Hinzu kommen Tomaten, Zwiebeln, Tsatsiki und manchmal etwas Krautsalat.

Man kann Gyros aber auch als Hauptspeise in der Form eines Auflaufs servieren. Hierzu wird eine Soße und Champignons, Paprika und Käse hinzugeführt.

Gyros ist sehr flexibel einsetzbar und kann ebenso als Belag auf einer Pizza verteilt werden.

Obwohl Gyros ein griechisches Gericht ist, wird es mittlerweile sowohl in den USA, als auch in Deutschland vermehrt gegessen. Auch in Brasilien und Frankreich kennt man die Fleischspieße, die sich seit Jahren einer großen Beliebtheit erfreuen.

Noch in den 70er Jahren wurden griechische Drehspieße eingesetzt, seitdem die Firma Polydor 1980 in Lübbecke Gyros-Grillgeräte herstellen, müssen sie nicht mehr von außerhalb transportiert werden. Nicht nur das. Mittlerweile werden die Grill-Geräte aus Deutschland in die ganze Welt exportiert, so auch nach Griechenland oder in die Türkei. Das ist wahrlich kein Wunder, wenn man einmal das leckere Gyros probiert hat, will man es immer wieder essen.

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Reformprogramm läuft an

Hauptstadt Athen von Ruth _/Flickr.com

Hauptstadt Athen von Ruth _/Flickr.com

Sollte man Griechenland für seinen Kurs loben oder eher bemitleiden? Die Wirtschaftsorganisation OECD lobt Griechenland jedenfalls für seinen Kurs und die Reformen, die es in die Wege geleitet hat. Doch im Steuersystem sieht es in Griechenland nicht besonders rosig aus.

Im Länderbericht, das am Dienstag veröffentlicht wurde, zeichnet sich ab, dass der Pleitestaat auf dem richtigen Weg ist. Das Reformprogramm bekommt aus dem Ausland und den eigenen Reihen Zuspruch und Anerkennung. Doch die Wirtschaft ist noch sehr schwach und bevor die Reformen anfangen werden Früchte zu tragen, sieht es in der nächsten Zeit recht düster aus. Ein Hoffnungsschimmer ist der steigende Export.

Hilfe haben die Griechen vor zwei Wochen in Form von milliardenschweren Hilfspaket erhalten. Dies sollte das Land vor der katastrophalen Pleite retten. Nun wird sich zeigen, ob diese Entscheidung zum gewünschten Ergebnis führen wird. Die Euro-Staaten haben sich sichtlich dafür eingesetzt und zur Sicherheit strikte Sparmaßnahmen von der Regierung Griechenlands gefordert. Diese sollen nun umgesetzt werden. Erste Ergebnisse können bereits verzeichnet werden. So wurde 2010 das Budgetdefizit um ca. fünf Prozentpunkte vom BIP gesenkt.

Laut der OECD sollen die Schulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2013 seinen Höhepunkt erreicht haben. In den darauffolgenden 20 Jahren soll dieses unter den Wert von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts landen.
Fraglich ist jedoch wessen Prognosen und Berichte der Tatsachen entsprechen. Die Berichte der OECD-Länderstudie fallen auffällig positiver aus, als die der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Neben dem Lob, reihen sich einige Aufrufe an die Regierung Griechenlands aneinander. So fordert die OECD von der Regierung ein effektiveres Steuersystem mit eindeutigen Prioritäten. Weiterhin soll die Verschwendung öffentlicher Ressourcen ein Ende finden und die weit verbreitete Steuerflucht muss besonders angegangen werden.

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Griechenland

Griechenland von gumtau/Flickr.com

Griechenland von gumtau/Flickr.com

Griechenland ist ein Mittelmeeranrainerstaat, der im Südosten Europas liegt und an Albanien, Mazedonien und Bulgarien im Norden sowie an die Türkei im Osten grenzt. Im Jahr 1830 wurde dem Staat durch die Londoner Protokolle die Unabhängigkeit anerkannt und seit 1834 nennt sich Athen die Hauptstadt Griechenlands, das durch zu diesem modernen Staat durch die Griechische Revolution gegen das Osmanische Reich wurde. Seit 1981 gehört es auch zur Europäischen Union.

Das Land am östlichen Mittelmeer und besteht aus dem Festland am südlichen Ende des Balkans, der Halbinsel Peloponnes und einer Vielzahl von Inseln, die zum Großteil in der Ägäis und im Ionischen sowie Libyschen Meer liegen. Im Westen des Landes ist das Ionische Meer mit der Halbinsel Sizilien und das Libysche Meer mit dem afrikanischen Kontinent im südlichen Teil natürliche Grenze Griechenlands.

Den südlichsten Punkt nicht nur des Landes, sondern geografisch gesehen, ganz Europas, bildet die Insel Gavdos.

Auf einer Gesamtfläche von 131 957 Quadratkilometern, verteilen sich etwa 10 787 690 Einwohner. 25 042 Quadratkilometer, also knapp 19 Prozent der Gesamtfläche, finden sich auf den mehr als 3 000 Inseln, die dem Land angehören. Gerade einmal 87 dieser Inseln sind auch bewohnt.

Wegen der vielen Inseln, verfügt Griechenland über eine immense Küstenlänge und deshalb zum Teil auch recht große Distanzen innerhalb der relativ geringen Landesfläche.

Mit mediterranem Klima und dem maritimen Charakter, lockt das Land jährlich eine Großzahl an Besuchern an und wird dennoch als Gebirgsland eingestuft, da dieser Anteil in etwa 77,9 Prozent beträgt.

In Griechenland ist das Orthodoxe Christentum verankert und damit im einzigen Land Staatsreligion. Etwa 94,7 Prozent der Bevölkerung zählen sich zu den Christen und nur 1,9 Prozent betrachten sich als Atheisten oder konfessionslos.

Neben der orthodoxen, griechischsprachigen Mehrheit, befinden sich nur einige religiöse und sprachliche Minderheiten. Seit den 1990er Jahren wandelte sich das Land vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland, wobei Albaner die größte Zuwanderungsgruppe bilden.

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Die Insel Rhodos

Rhodos von hofman01/flickr.com

Rhodos von hofman01/flickr.com

Zwischen der inselreichen Ägäis und dem Levantinischen Meer, liegt die Insel Rhodos. Mit 1 401,45 Quadratkilometern Fläche ist sie Hauptinsel der Dodekanes und bildet seit 2011 nun die Gemeinde und zusammen mit anderen Inselgemeinden den Regionalbezirk Rhodos.

Die Insel ist besonders im Inneren äußerst gebirgig, wobei Attaviros mit 1 215 Metern und Akramitis mit 825 Metern über dem Meer, die größten Erhebungen sind. Während es südlich und nördlich deutlich flacher aussieht, fallen die bis an die Küste reichenden Berge meist steil zum Meer ab.

Alten Mythen zufolge, ist Rhodos aus dem Meer entstanden, wobei Poseidon auf die Insel Acht gab oder seine Tochter, die Nymphe Rhode, wenn er nicht da war.

Helios entdeckte auf Reisen die fruchtbare Insel. Gerade zu dieser Zeit, beschloss Zeus, sein Reich unter den Göttern des Olymp aufzuteilen und vergaß Helios dabei. Doch als Wiedergutmachung schlug der Sonnengott Zeus vor, ihm die reizvolle Insel zu überlassen, die er entdeckt hatte. So tat Zeus dies und Helios benannte die Insel nach seiner Tochter Rhode, die er ebenfalls auf seinen Reisen kennenlernte und in die er sich verliebte. Er nahm sie zur Frau und bekam sieben Söhne mit ihr, die Heliaden. Der Älteste der Söhne soll seinerseits auch drei Söhne gehabt haben namens Kameiros, Ialysos und Lindos, die als Gründerväter der Insel in die Geschichte eingingen.

Wissenschaftlern zufolge ist die Insel, eine der sonnigsten Regionen Europas, schon seit dem Neolithikum besiedelt. Während der frühen Bronzezeit fanden bedeutende Ansiedlungen statt und ab dem 11. Jahrhundert, nachdem die Dorer auf die Insel kamen, begann ihr Aufstieg.

Heute wird die Insel von etwa 117 007 Menschen bewohnt, wobei sich die Hälfte davon in der Stadt Rhodos niederließen, die nun Hauptort und touristisches Zentrum ist.

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