Reformprogramm läuft an

Hauptstadt Athen von Ruth _/Flickr.com
Sollte man Griechenland für seinen Kurs loben oder eher bemitleiden? Die Wirtschaftsorganisation OECD lobt Griechenland jedenfalls für seinen Kurs und die Reformen, die es in die Wege geleitet hat. Doch im Steuersystem sieht es in Griechenland nicht besonders rosig aus.
Im Länderbericht, das am Dienstag veröffentlicht wurde, zeichnet sich ab, dass der Pleitestaat auf dem richtigen Weg ist. Das Reformprogramm bekommt aus dem Ausland und den eigenen Reihen Zuspruch und Anerkennung. Doch die Wirtschaft ist noch sehr schwach und bevor die Reformen anfangen werden Früchte zu tragen, sieht es in der nächsten Zeit recht düster aus. Ein Hoffnungsschimmer ist der steigende Export.
Hilfe haben die Griechen vor zwei Wochen in Form von milliardenschweren Hilfspaket erhalten. Dies sollte das Land vor der katastrophalen Pleite retten. Nun wird sich zeigen, ob diese Entscheidung zum gewünschten Ergebnis führen wird. Die Euro-Staaten haben sich sichtlich dafür eingesetzt und zur Sicherheit strikte Sparmaßnahmen von der Regierung Griechenlands gefordert. Diese sollen nun umgesetzt werden. Erste Ergebnisse können bereits verzeichnet werden. So wurde 2010 das Budgetdefizit um ca. fünf Prozentpunkte vom BIP gesenkt.
Laut der OECD sollen die Schulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2013 seinen Höhepunkt erreicht haben. In den darauffolgenden 20 Jahren soll dieses unter den Wert von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts landen.
Fraglich ist jedoch wessen Prognosen und Berichte der Tatsachen entsprechen. Die Berichte der OECD-Länderstudie fallen auffällig positiver aus, als die der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Neben dem Lob, reihen sich einige Aufrufe an die Regierung Griechenlands aneinander. So fordert die OECD von der Regierung ein effektiveres Steuersystem mit eindeutigen Prioritäten. Weiterhin soll die Verschwendung öffentlicher Ressourcen ein Ende finden und die weit verbreitete Steuerflucht muss besonders angegangen werden.










