Sikinos

Herrenhaus in Chora
Die Unbekannte bei Santorini

Dies ist eigentlich keine Insel, wo man hinfährt, um etwas zu erleben. Eigentlich gibt es überhaupt keinen Grund - außer man sucht totale Ruhe und kann mit Büchern oder Malen den Tag verbringen

Die Landschaft ist steinig - es gibt wenig Bäume. Die Badestrände sind eher mäßig oder nicht leicht erreichbar. Es gibt nur den Hafenort Alopronia, der beim Verlassen der Fähre recht groß wirkt (in Wirklichkeit hat er aber nur im Sommer etwa 100 Einwohner, da die meisten Häuser Sommerhäuser Athener Familien sind) und die etwa 4 km oberhalb gelegenen Dörfern Chora und Chorio.

Der Rest der Insel ist unwegsam und nur durch steinige Fußpfade erreichbar. Vereinzelte Kirchen (leider meist geschlossen) finden sich in meist exponierter Lage mit herrlichem Ausblick über das Meer und die Landschaft

Eine besondere Sehenswürdigkeit stellt das Heroon Episkopi dar, das von Chora aus besucht werden kann.

Anreise : Mit Olympic Airlines über Athen oder Charter nach Santorini.

Schiff: Von dort oder auch direkt von Piräus gibt es Autofähren nach Sikinos. Von Athen über Milos oder Naxos etwa 9 Stunden - von Santorini oder Ios etwa 1 1/2 bis 2 Stunden. Den aktuellen Fahrplan finden Sie hier.

Verkehr auf der Insel :
Bus : Nach jeder Schiffsankunft und ansonsten etwa stündlich pendelt der Inselbus zwischen dem Hafen und Chora. Am Nachmittag fährt er zu einem Foto-Stop über die neue Erdstraße nach dem Heroon.
Im Sommer gibt es auch ab dem Hafen  eine Verbindung per Boot zum Aghios-Giorgios-Strand, jedoch nur, wenn sich genügend Interessenten finden


Die Chora von Sikinos

Das Heroon Episkopi
Ausflüge :

Wie schon erwähnt ist das Heroon Episkopi die wichtigste Sehenwürdigkeit. Es handelt sich hier ursprünglich um ein Grabmal, das im 3. Jahrhundert n.Chr. errichtet wurde. Im 17.Jahrhundert wurde es zu einem Kloster und Kirche umgebaut. Heute ist das fast verfallene Gebäude nur noch von außen zu bewundern. Alle Eingänge sind wegen Baufälligkeit verschlossen.

Es gibt einen sehr schönen Weg oberhalb der Küste von Chora aus, dessen Einstieg wegen der neuen Erdstraße etwas schwer zu finden ist. Man verlässt Chora an der Schule und geht auf die zunächst noch geteerte Straße, die sich dann in eine Erdstraße wandelt. Nach einem hohlwegartigen Einschnitt wendet sich die Straße leicht nach links, und man findet am Ende auf der rechten Seite einen betonierten Regenwasserdurchlass mit einem roten Punkt. Hier zweigt leicht absteigend nach rechts der alte Weg zum Heroon ab.
Rückwärts ist der Weg allerdings leichter zu finden. Man rechnet 1 Stunde für den einfachen Weg (4 km). Aber es lohnt sich. 

In Chora kann man sich das Kloster Zoodochu Pigi anschauen, das über einen Treppenweg oberhalb des Ortes liegt. Leider ist es nur selten zugängig, da der Schließer trotz bekanntgegebener Öffnungszeiten selten dort auf Besucher wartet.

Wo bleibt man :
Die Übernachtungsmöglichkeiten sind recht bescheiden. Es gibt zwar ein überall erwähntes Hotel  das von Mai bis Oktober geöffnet hat. Wir hatten dort im Juni 2002 auch gebucht. Leider wurde uns trotz des Hinweises, dass das Fährschiff erst nach Mitternacht ankommen würde, erst nach Anruf vom mittenächtlichen Hafenkai geöffnet. Außerdem empfanden wir den Zimmerpreis deutlich überzogen, so dass wir in eines der Privatquartiere wechselten, deren Besitzer sich bei Ankunft der Schiffe am Anleger einfinden. Eine gute Bleibe findet man zum Beispiel bei Flora, die auch einen Tante-Emma-Laden in Alopronia betreibt.

In Alopronia gibt es zwei gute Tavernen und das "Rock-Café" (wegen der Lage auf einem Felsen über dem Hafen). In Chora eine schöne Ouzerie mit kostenlosem Sonnenuntergang an der Bushaltestelle und im Ort ein Männer-Kafenion sowie zwei schöne Tavernen.

Praktisches : Geld bekommt man über einen Automat in der Chora, Schiffsfahrkarten ebenso nur in der offiziellen Agentur in der Chora, die meist abends nach 18 Uhr geöffnet ist 

          Blick von der Chora zum Kloster



Der Hafen Alopronia
Reiseführer :

Immer wieder empfehlenswert für Individualreisende sind die Führer aus dem M.Müller-Verlag. Hier ist es der Band KYKLADEN von Eberhard Fohrer.


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 Letzte Aktualisierung : Oktober 2004 Copyright © 2004 All rights reserved